Monatsarchiv für Oktober 2011
30.10.2011 um 17:07 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Du liebe Zeit, hier war ja was los! Das letztendlich vorherrschende Gefühl war Erleichterung. Große Erleichterung und Stolz, ein solch hochklassiges, schnelles und weitgehend faires Spiel gesehen zu haben. Am Ende haben wir mehr einen Punkt gewonnen als Punkte verloren, trotz Führung ein insgesamt ansehnliches Spiel. Auch wenn da noch so einiges im Argen liegt.

In den letzten Wochen ist es mir stets schwer gefallen, Tipps abzugeben, wie der VfB spielen würde. Bisher hat man sich immer noch mehr oder weniger achtbar aus der Affäre gezogen, bei diesem Spiel hatte ich aber zurecht ein wirklich schlechtes Gefühl. Mit Glück ein Unentschieden, auch wenn die Hoffnung auf Sieg steht, so wie immer.

Felix musste noch bis Mittag schaffen, dann wurde noch schnell zu Mittag gegessen und dann zum Cannstatter Bahnhof aufgebrochen, wo wir uns fast immer mit unseren Leuten vom Fanclub treffen. Schon wieder so ein Stress am heutigen Tag, unglaublich. Die Jacke zog ich sicherheitshalber an, für den Fall das ich doch noch frieren würde.
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29.10.2011 um 09:12 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Unfassbar, das aus meinem Mund zu hören, aber: dieses Spiel passte eigentlich gar nicht in meine Wochenplanung. Viele Projekt mit Deadline lagen auf meinem Schreibtisch, viele Überstunden wurden klaglos gemacht, um dafür die nächste Woche frei zu haben. Normalerweise wäre ich zur Uhrzeit des Spiels am Mittwoch Abend noch im Büro gesessen. Wie dem auch sei, entgehen ließ ich mir das 2. DFB-Pokal-Spiel natürlich nicht.

In der Bundesliga können wir uns derzeit wirklich nicht beschweren. Doch DFB-Pokal ist wiederrum etwas anderes und bringt bekanntermaßen seine eigenen Gesetze mit. Erinnerungen wurden wach an den Februar 2008, als der VfB im Viertelfinale beim Elfmeterschießen am Zweitligisten Carl-Zeiss Jena scheiterte. Gegen die Kleinen tut man sich oft schwer, niemand von uns wollte hier eine Pokalsensation sehen.

Ein Sieg, (fast) egal wie hoch und Selbstvertrauen für das kommende Bundesligaspiel gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund tanken – mehr wollte ich ja gar nicht. Doch bis es soweit war, war der Zeitplan des Tages ziemlich straff: Schaffen, mit der S-Bahn heim, schnell nach Hause, Abendessen und schon schnellen Schrittes zum Stadion. Da blieb sogar noch Zeit für ein Bierchen – Sehr zum Wohle!
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23.10.2011 um 16:05 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Krrrrzz. Krrrrzz. Krrrrzz. Die Auswärtsfahrt nach Nürnberg begann mit Eiskratzen. Wenige Wochen ist es her, da konnte man im fast noch kurzärmlig ins Stadion, schönster Altweibersommer. Nun stand ich da, dick eingemummelt und machte mich nützlich beim Eiskratzen des T5-Transporters, der uns 6 Brustringträger nach Franken bringen sollte. “Die erste Winterfahrt der Saison” meinte Gerd. Leider wurde es nicht nennenswert wärmer.

Mit einem Umweg über Schwäbisch Gmünd war unsere Reisetruppe komplett und machte sich am frühen Vormittag auf den Weg Richtung Nürnberg – ohne Pause, ohne Stau und ohne Zweifel. Fast jedenfalls, der VfB ist grade richtig gut drauf, besser als man erwartet hätte. Grund genug also, optimistisch zu sein. Da aber kein Spiel ist wie das andere und man nur allzu oft eines Besseren belehrt wurde, wenn ein Sieg schon eingefahren schien bevor das Spiel überhaupt angepfiffen wurde, ist wie immer Vorsicht geboten.

Vor Ort machten wir Bekanntschaft mit einem überraschend freundlichen und hilfsbereiten Volk, wo wir auch hinkam, wurden uns hilfreiche Auskünfte erteilt und Tipps gegeben, fürs Parken, für den Weg zu Fuß und vieles mehr. Einige Stunden vor Anpfiff konnten für einen kleinen Stadtrundgang genutzt werden und natürlich für ein traditionell nürnbergisches Mittagessen: die Rostbratwürstchen, gut wars. Man kann ja nicht immer nur Spätzle essen.
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16.10.2011 um 17:52 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Viel Grund zum Bruddeln hatte man als VfB-Fan in dieser Saison noch nicht. Besser als in den Saisons davor lief es bisher, trotz drei Niederlagen (Berlin, Leverkusen, Hamburg) und einem Unentschieden (Gladbach) sah man schon mehr Licht als Schatten. Dennoch weigere ich mich, es laut auszusprechen, was Hoffnungen wecken könnte.

Bereits vor 2 Wochen begannen die mentalen Vorbereitungen auf das “Nachbarschaftsduell” gegen den Dorfclub aus Hoffenheim, dass man es nicht “Derby” nennen kann, hat man längst festgestellt. Nach der Länderspielpause konnte es wieder losgehen, Wiedergutmachung für das missratene Heimspiel gegen Hamburg war dringend nötig, auch wenn der Auswärtssieg in Kaiserslautern, dem wir ebenfalls beiwohnten, auch schon eine Wohltat war.

Als mich mein Chef am Freitag Nachmittag nach meinem Tipp fragte, fiel es mir schwer, Vermutungen anzustellen. Die Meinung teilte auch er – “das kann im Prinzip alles werden, knapper Sieg, hoher Sieg, Niederlage…”, wie Recht er doch haben sollte. Auch wenn das Ergebnis am Ende eine klare Sprache sprechen, man konnte nicht sagen, das es von Anfang an so offensichtlich war.
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01.10.2011 um 20:57 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Ich war definitiv nicht die einzige der 4.500 mitgereisten Fans, die befürchtet hatten, nicht mehr rechtzeitig anzukommen. Vermutlich haben wir alle die selbe Erfahrung gemacht, am Freitag Nachmittag auf den Autobahnen Deutschlands stecken geblieben zu sein. Stau, wohin das Auge reichte. Ohne eine einzige Minute verpasst zu haben feierten wir am späten Abend den Auswärtssieg auf dem “Betze”.

“Sind wir bald da?” war die wichtigste Frage des Tages. Laut Routenplaner waren es 2,5 Stunden bis nach Kaiserslautern, gegen 14 Uhr Nachmittags wollten wir aufbrechen um vielleicht noch ein bisschen die Stadt anzuschauen, 2 Stunden Staupuffer eingerechnet. Dass wir diesen komplett verbrauchen würden, hatten wir nicht bedacht. Zu Beginn des langen Wochenendes war mehr los auf den Straßen, als allen VfB-Fans lieb gewesen wäre.

Der Altweibersommer beschert uns seit Tagen wundervoll spätsommerliche Temperaturen, da machte Petrus auch am letzten Septembertag keine Ausnahme. Mit der S-Bahn gings zuerst nach Weinstadt, von dort aus nach Waiblingen, noch 2 Mitfahrer abholen. Zu Fünft ging es los, das Autoradio prognostizierte uns von Anfang an nichts gutes. Der ursprüngliche Plan, über Ludwigsburg auf die A81 zu fahren, wurde schnell verworfen, dort sollten die Zufahrtswege und die Autobahn selbst wohl komplett blockiert sein.
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