Monatsarchiv für Mai 2011
26.05.2011 um 19:04 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Zu wissen, dass nichts einem etwas anhaben kann, ist ein tolles Gefühl. Zu wissen, es am letzten Spieltag ausgerechnet gegen Bayern München um nichts mehr geht und mein einfach den Tag genießen kann, allerdings auch. Man hätte die Strapazen einer überaus anstrengenden und enttäuschenden Saison wieder gut machen können indem man den mitgereisten VfB-Fans einen Sieg geschenkt hätte – dem war leider nicht so, aber wie gesagt: es war ohnehin scheiss egal.

Das letzte Mal, dass ich so entspannt einem Spiel entgegen blickte, war… wenn ich recht überlege, war es das erste Mal, dass es mir fast schon egal war. Soviel zumindest zu meinen Erwartungen VOR dem Anpfiff. Mit Felix, Katrin, Ingrid und Gerd machten wir uns früh morgens auf den Weg ins etwa 200 km entfernte München.

Erste Station: Königlicher Hirschgarten, angeblich der größte Biergarten der Welt mit 8000 Plätzen inmitten eines 150 Jahre alten Baumbestandes. Nach einem leckeren Mittagessen wechselten wir auf den Freisitz, als die Sonne sich am Himmel zeigte und tranken Kaffee während wir beobachtete, wie immer mehr Fußballfans in den Biergarten strömte, offenbar fanden nur wenige VfBler den Weg hier her.
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12.05.2011 um 19:52 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Der Klassenerhalt war nun in Sack und Tüten, wir sind durch und können uns entspannt auf das letzte Spiel in München freuen, ohne befürchten zu müssen, es ginge noch um etwas. Ich nehme an, es wurde bei der Mannschaft feucht-fröhlich gefeiert, wodurch man nicht verübeln kann, dass das Training am Sonntag Morgen gestrichen wurde.

Was tun mit der bereits verplanten Zeit? Die Richtung stimmte, uns zog es zum Spiel der Traditionsmannschaft auf dem Gelände des Polizeisportvereins (PSV) Stuttgart mit gleichnamigem Restaurant direkt neben dem Stadion, welches mir schon seit meinem ersten Besuch in Stuttgart bekannt war. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir es uns gemütlich und beobachteten altgediente VfB-Spieler beim Mittagskick. Guido Buchwald, Silvio Meißner, Buffy Ettmayer, Hansi Müller und Maurizio Gaudino, um nur einige zu nennen.

Gezeichnet von Falten, Halbglatze und Wohlstandsbauch taten sie ihr bestes, ob als fleißiger Torschütze oder als rundlicher Verteidiger au der Mittelkreislinie. In jedem Falle hat es Spaß gemacht, den Altherren dabei zuzusehen, wie sie um jeden Ball kämpfen und auch mal einen Sprint übers halbe Spielfeld hinlegen um den Ball vor dem Aus zu retten. Dafür gabs natürlich Szenenapplaus! Die Altherren-Mannschaft des PSV Stuttgart hatte nicht wirklich etwas gegen alte Profis entgegenzusetzen, schnell lagen sie zurück und beinahe minütlich schraubte sich das Torekonto der VfB-Senioren nach oben.
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11.05.2011 um 04:41 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Tage wie dieser lassen einen vergessen, welch steiniger Weg hinter einem liegt, wie viel Schmerz man erlitten hat und auch da noch gehofft hat, wo es manchmal schon fast vergebens schien. Tage wie dieser lassen sich nicht mit vernünftiger Logik oder nachhaltiger Statistik vorhersagen. Tage wie dieser geben dir das Gefühl zurück, was du bei jedem Spiel in dir trägst: Leidenschaft, Begeisterung und den Willen, auch da noch ein zartes Licht in harten Zeiten zu sehen, wo andere nur Dunkelheit sehen. Wir haben es geschafft. Und es fühlt sich gut an.

Freud und Leid in dieser Saison wurden ja eingehend behandelt, mal mit mehr, mal mit weniger Schreibfreude. Zwischenzeitlich kam mein Bestreben nach zeitnahen Berichtsveröffentlichungen ganz zum Erliegen, was erst wieder gegen Ende dieser denkwürdigen Spielzeit besser wurde. Es gab insgesamt betrachtet wenig Gutes und dafür viel Schlechtes, was uns bisweilen geboten wurde. Dass es der VfB geschafft hat, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, grenzt beinahe schon an ein Wunder.

Kommen wir zunächst zu den knallharten Tatsachen: nach einigen Siegen in Folge und so manchem wenn auch unerwarteten Punkt, den man in der Rückrunde gesammelt hat, war der Sprung ans rettende Ufer nicht mehr weit. Durch den Sieg gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag sah die Welt auf Platz 12 schon gar nicht mehr so übel aus wie noch vor ein paar Monaten.
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09.05.2011 um 20:31 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball
Einen Tag nach dem Auswärtssieg in Hoffenheim zog es mich ein weiteres Mal mit meiner Kumpeline Diana in Richtung Trainingsgelände. Besonders warm war es nicht gewesen, mit mehr oder weniger dicker Jacke standen wir da, geduldig und uns während dem Warten selbst unterhaltend. Meine bessere Hälfte war eine riesen Hilfe beim Fotografieren.

Christian Träsch
Für den Sonntag nach dem Spiel gegen Hannover eine Woche später hätte ich das letzte Training in dieser Saiso eingeplant. Ohne zu wissen, dass es unsere letzte Chance sein sollte. Dennoch ein schöner Nachmittag, der sich in der Form in der nächsten Saison gern wiederholen darf.

Tamas Hajnal
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09.05.2011 um 20:05 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Tief durchatmen. Besinnen wir uns auf das, was hinter uns liegt. Und seien wir zuversichtlich für das, was noch vor uns liegt. Wir schreiben den 32. Spieltag der Saison, und wir können derzeit wirklich davon sprechen, dass wir es selbst in der Hand haben. Für Hoffenheim, unserem heutigen Gegner, ging es um nichts mehr. Für uns um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Zwischenzeitlich sah es dabei gar nicht so gut aus, es drohte zur Enttäuschung zu werden. Wir oft war das in dieser Saison der Fall, mit großen Hoffnungen gestartet, ein einziger Gegentreffer reichte, um das Gebilde in sich zusammen fallen zu lassen – nicht gerade selten waren diese Situationen ausschlaggebend für liegen gelassene Punkte. Es waren zu viele.

Vor einigen Monaten sah das alles noch ganz anders aus. Einst verzweifelte ich schon fast beim Auswärtsspiel in Leverkusen, als jegliches Leben in der Mannschaft ausgeloschen schien. Die Hoffnung kehrte wieder, in Form einer beinahe kontinuierlichen Serie von Siegen und Remis. Mit dem Glauben, spätestens in zwei Wochen den Klassenerhalt feiern zu können, ging es nach Hoffenheim.
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