Jahresarchiv für 2010
30.12.2010 um 20:40 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Ein Jahr des Umbruchs geht zu Ende. Ich kann keinesfalls behaupten, dass nichts los gewesen wäre. Eine neue Liebe, ein neuer Job, ein neues Leben, alles in 2010. Dazu eine sensationelle Rückrunde mit dem VfB Stuttgart, gefolgt von einer desaströsen Hinrunde. Kurz gesagt: spannend wars.

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28.12.2010 um 21:31 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Wenige Tage nach dem desaströsen 3:5 in der Liga folgte nun die nächste Klatsche gegen den selben Gegner: 3:6 zeigte am Ende die Anzeigetafel. Und dennoch, verwende ich als Oberbegriffe für dieses Spiel folgede Wörter: Moral, Leidenschaft, Kampf, Vergebung, aber nicht Vergessen. Ein Ergebnis, was den Spielverlauf nicht wiederspiegelt, uns aber am Ende erneut nicht das Geringste nützt.

Wer hätte gedacht, dass ein 3:6 auf eine gewisse Art und Weise doch noch versöhnlich war, wer diese Worte nicht nachvollziehen kann, hat das Spiel nicht gesehen. Es war nicht gerade ein Sahnestückchen der Fußballkunst, doch die Stimmung im Stadion, insbesondere zwischen dem 1:2 und dem 3:5 war unbeschreiblich. Als hätte ich es vorher schon gewusst, beendete ich die Hinrunde in den Reihen des Stimmungskerns, beim CC.
Das Dumme war nur: als viele erst an ihren Plätzen angekommen waren, sprangen auch die immer wieder zwischendrin verteilten Bayern-Fans auf den Tribünen auf. Der frühe Schock der frühen Führung mit einem platzierten Fernschuss aus über 30 Metern, nach nur 6 Minuten lagen wir wieder hinten. Du liebe Zeit, mir schwant Böses.
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28.12.2010 um 18:17 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Ein Alptraum. Schon nach dem 0:1 war der Tag für mich gelaufen, denn mein größter Alptraum war bereits wahr geworden. Eine halbe Stunde lang kämpften sie, rackerten sie und taten alles, um das 0:1 nicht zustande kommen zu lassen. Es nützte nichts. Die Niederlage nahm dennoch ihren Lauf und wurde dabei mit jedem Gegentor mehr zu einem Stich ins Herz.

Wieder eines dieser Spiele, von denen ich hoffe, sie werden sehr schnell Opfer meiner Verdrängung. Nachdem die Jungs 31 Minuten Paroli bieten konnten, war es dann geschehen: das Führungstor der Gäste, das bei bisher jedem Spiel in dieser Saison bedeutete, dass der VfB dieses Spiel nicht mehr gewinnen konnte. Eine beunruhigende Tatsache, erst recht, wenn man einen gewissen Grad an Aberglaube sein Eigen nennt.

Direkt vor meiner Nase, mitten ins Herz. Das 0:1, und ausgerechnet von ihm. Mario Gomez, der im Mai 2009 den VfB verließ um sich den Status als Stammspieler sowie als Heldenfigur ein für alle Male zu versauen. Jener, der schon nach 2 Wochen in München laut posaunt hatte, er wäre da, wo er immer sein wollte. Wo ihm früher die Herzen der VfB-Fans zuflogen, gebührt ihm jetzt nur eines, und das zurecht: die blanke Abneigung.
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28.12.2010 um 17:08 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
Tore schießen vermag manchmal die einfachste Sache der Welt zu sein. Man setze einem einen (derzeit) schwachen Gegner vor die Nase, wenn es um nichts mehr geht. So geschehen am Donnerstag, den 16.12.2010 im Neckarstadion in Stuttgart. Nach einem schwachen Beginn wurde das letzte Gruppenspiel gegen Odense BK doch noch zum Schützenfest, der Einstand von Neu-Trainer Bruno Labbadia ist geglückt, zumindest vorerst. Pass, Schuss, Tor. Es kann manchmal so einfach sein.

Vor leeren Tribünen mit gerade einmal 14.000 Zuschauern fand der Kick an jenem kühlen Abend statt, zu später Stunde um 21:05 wurde das Spiel angepfiffen, es gibt unter der Woche nichts Schlimmeres. Freie Platzwahl, die erste Halbzeit verbrachte ich gemütlich mit Freunden, man sah zunächst 20 zähe Minuten. Meine Aufmerksamkeit galt eher Danny, der Scherze riss wie ein humoristischer Radion-Moderator und Patti, der mit einem Schneeanzug die merkwürdigen Blicke auf sich zog – ihm wird’s egal gewesen sein, zumindest hat er nicht gefroren.

Um der Mannschaft ein Zeichen zu setzen und sie nicht wenige Tage späte rim Ligaspiel gegen die Bayern zu bestrafen, zog man den geplanten Stimmungsboykott vor und versagte der Mannschaft im bedeutungslosen Spiel gegen die Dänen den Support. Nicht, um uns grundsätzlich von ihnen abzuwenden, viel mehr, um zu zeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Gegen Bayern sollte es dann wieder ordentlich zur Sache gehen.
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28.12.2010 um 15:28 Uhr · Veröffentlicht unter Fussball, Live im Stadion, Vereinsspiele
In einer Zeit, in der ich so manch andere Dinge zu erledigen habe, als Berichte über enttäuschende Spiele zu schreiben, dauert es eben so einige Zeit, bis Muße und Zeit aufeinander treffen und Zeilen entstehen lassen, die viel zu selten von Begeisterung und Enthusiasmus handeln.

Viel mag und kann ich nicht schreiben, es ist immerhin schon 3 Wochen her. Was bleibt ist lediglich die Erinnerung an ein weiteres Spiel des Schreckens. Erinnerungen, die ich lieber verdrängen wollte. Kurz: in Überzahl nur ein mageres 1:1 trotz bester Chancen. Worte, die zu so manchen Spielen passen würden, diesmal bezieht es sich auf das Spiel gegen Hoffenheim, von dem ich dachte, bzw. hoffte (Ha, Wortwitz!), es würde so laufen wie letzte Saison.

Ein Spiegelbild der gesamten Saison. Der Jubel der Anderen, markerschütternd und frustrierend, von Mal zu Mal und es vermag nicht besser zu werden. Fangen wir einmal an mit dem, was unter anderem die Misere heraufbeschworen hat: falsche oder keine Transfers bei Abgängen erfahrener oder talentierter Spiele. In den letzten Jahren haben wir verloren: Mario Gomez, Sami Khedira, Jens Lehmann, Ricardo Osorio, Thomas Hitzlsperger, Julian Schieber, Andreas Beck und Sebastian Rudy, um nur einige zu nennen.
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