… hat Stuttgart keinen Punkt gemacht – “Schon wieder”, wie man leider mittlerweile schon sagen muss. Dabei sah es eigentlich gut aus. Niemand, dem du erzählst, dass dieses Spiel mit 1:3 verloren ging, glaubt dir ernsthaft, dass es das bisher beste Spiel der Saison war. Die Jungs sind gerannt und haben gekämpft, sie haben nur vorne das Tor nicht getroffen und sich in wenigen, aber spielentscheidenden Situationen Nachlässigkeiten erlaubt, was eiskalt bestraft wurde.
Nach der erneuten Heimpleite gegen Schalke wenige Tage zuvor, waren die Hoffnungen auf einen Sieg im Champions League Heimspiel gegen Sevilla selbstredend nicht gerade groß. Doch dann begann das Spiel und man fing an, doch wieder Gefallen an der Art und Weise des Auftretens zu finden. Wille, Leidenschaft, Kampfgeist, in der letzten Zeit so schmerzhaft vermisste Eigenschaften. Vielleicht geht ja doch was, dachte man sich, in aller Bescheidenheit.
Selbst die Stimmung im Stadion zeigte wieder mehr Leidenschaft und ich erlebte etwas, was ich schon seit ewigen Zeiten in Stuttgart erlebt habe: Dass sogar das Sitzpublikum der westlichen Cannstatter Kurve, wo ich meinen Dauerkarten- und Champions League Platz habe, die ganzen 90 Minuten komplett stehen bleibt und die Fangesänge mitmacht, war eine Wohltat. Sollten es die Jungs auf dem Platz nicht aus eigener Kraft schaffen, dann doch wenigstens mit dem Pushen und dem Support der Fans, die selten so geschlossen hinter ihrer Mannschaft standen wie an jenem kühlen Dienstag Abend.
Und es geschah etwas, was ich nach den letzte 3 Heimniederlagen in Folge nicht für Möglich gehalten hatte: Nach dem zu erwartenen Rückstand in der 23. Minute schmissen die Fans nicht das Handtuch sondern sangen, schrien und unterstützten weiter. Und auch unsere Mannschaft gab sich nicht auf, kämpfte weiter um jeden Ball und erfreute uns mit Pässen, von denen die meisten sogar angekommen sind – als VfB-Fan muss man eben auch manchmal genügsam und bescheiden sein, wenn es allgemein schlecht läuft. Da ist auch eine deutlich geringere Fehlpassquote erfreulich.
Mit einem 0:1 ging es in die Pause, statt mit Pfiffen schickte man die Jungs mit aufmunterndem Applaus in die Kabine. Als würde man sagen wollen “Lasst den Kopf nicht hängen, heute kämpfen wir gemeinsam: 11 + 40.000″. Die Halbzeitpause nutzte ich nach einigen Spielen, die ausgelassen wurden, für ein Halbzeittreffen mit Martin, wieder traf man sich auf halber Strecke am Block 35. Auch er war der Meinung, es wäre ein super Spiel, super Stimmung, nur das Tor müssten sie treffen, Chancen dazu hatten sie auch schon in der ersten Hälfte mehr als genug.
Die zweite Halbzeit begann und wieder erhoben sich die, die sich in der Pause hingesetzt hatten, von ihren Plätzen und unterstützten unseren VfB. Nur wenige Minuten waren gespielt, kam der nächste Tiefschlag unter die Gürtellinie: das 0:2, doch wir gaben immer noch nicht auf. Es waren spannende Minuten, denn nach dem 0:2 drehte unsere Mannschaft erst richtig auf und schnürten die Spanier in der eigenen Hälfte ein. Es wurde auf das Tor vor der Cannstatter Kurve gespielt, ein Grund mehr, endlich mal zu treffen. Das Raunen bei vergebenen Torchancen oder gehaltenen Bällen kam im Minutentakt.
Ein paar der erfolgsverwöhnten Fans verließen das Stadion vorzeitig nach 73 Minuten. Das 0:3 war dann doch etwas zu viel des Guten, jedenfalls für viele, die keinerle Verständnis hatten, mit einem eigentlich guten Spiel 3 Tore zu kassieren und nicht ein eigenes zu schießen. Doch wenigstens einmal wurde dann auch noch getroffen, Elson mit einem fabelhaften Freistoß verkürzte spät aber mehr als verdient auf 1:3, die Worte des Stadionsprechers klingen mir noch heute in den Ohren: “Und jetzt hauen wir drauf und das ist auch GUT SO”.
Elsons wunderschöner Freistoßtreffer zum 1:3
Und das Draufhauen erfüllte sich, im sprichwörtlichen Sinn: kurz vor Schluss knallte der Ball nicht ins Tor vor unserer Kurve, sondern nur an den Pfosten. Wenn du aus so vielen Chancen nichts machen kannst und ein solch gutes Spiel doch so deutlich verlierst, dann bist du natürlich enttäuscht. Was übrig bleibt ist die unübersehbare Steigerung der Formkurve. Wohlwollend wurde die Mannschaft minutenlang in der Cannstatter Kurve verabschiedet, dieser Abend war ein Schulterschluss zwischen Mannschaft und Fans, beide zeigten wieder das, was man von ihnen erwartet: bedingungslos alles zu geben.
Nach dem Spiel abgefangen: Roberto Hilbert
Nach dem Spiel traf ich mich nochmal mit Kevin, den ich am Sonntag zuvor beim Mannschaftstraining kennengelernt hatte. Wir wussten beide nicht, wann man sich mal wieder sehen kann, daher nutzte man die letzten verbleibenden Minuten für das obligatorische Gespräch, wie es mit dem VfB nun weiter geht. Prognosen kann keiner machen, dazu spielt der VfB meist zu unberechenbar. Doch wenn sie so spielen wie an diesem Abend gegen eine ebenso bockstarke Mannschaft, dann können wir uns sicher sein, dass die schönen Zeiten bald wieder Einzug halten ins Schwabenländle. Gemeinsam warteten wir noch auf den einen oder anderen Spieler, der am Ausgang der Haupttribüne abgefangen werden könnte – und ich wurde um ein weiteres Foto mit Roberto Hilbert reicher.
Meine Jungs…
…und ich :)
Die Rückfahrt wurde Punkt Mitternacht angetreten, in dem vollbeladenen Mercedes Viano ließ es sich einigermaßen gut schlafen, über Zwischenstationen in Ulm, Hof und Weißenfels wurde jeder einzelne nach Hause chauffiert. Um 6 Uhr morgens fiel ich todmüde ins Bett – um 6 Stunden später wieder auf Arbeit zu erscheinen.
Schön war er, aber anstrengend: mein erster Besuch im größten zoologisch-botanischen Garten Europas, der Wilhelma in Stuttgart-Bad Cannstatt. Petrus schenkte mir an jenem Montag Nachmittag ein herrlich sonniges Wetter und ließ mich 4 Stunden in der Wilhelma verweilen. Ich kam zurück mit einer Vielzahl toller Fotos, super Eindrücken und der Gewissheit, wieder zu kommen.
Im Bett ist es so schön kuschlig warm an kalten Tagen. Nach dem ernüchternden Spiel gegen Schalke wollte ich dort eigentlich liegen bleiben. Besonders große Lust auf langes Rumstehen in der Stuttgarter Kälte hatte ich nicht. Aber ich konnte mich aufraffen. Und am Ende hatte es sich dann doch gelohnt.
Matthieu Delpierre
Wie immer begann das Training um 10 Uhr morgens am Tag nach dem Spiel – um diese Uhrzeit hatte ich mich nochmal im Bett herumgedreht. Gegen halb 12 war ich dann auf dem Trainingsgeländer Mercedesstraße neben dem Stadion, altbekannte Gesichter konnte ich vorerst nicht erkennen. Dadurch, dass ich die Lauferei und das Training an sich verpasst habe, kam ich “nur” in den Genuss der nach und nach heraus kommenden Spieler, Matthieu Delpierre machte den Anfang.
Elson
Es folgten weitere Spiele wie Elson, Sami Khedira und Roberto Hilbert, mit denen ich schon mehrere Fotos aus verschiedenen Trainingsbesuchen hatte. Auch neue Gesichter wie unser Last-Minute-Neuzugang Zdravko Kuzmanovic waren dabei. Da ich alleine vor Ort war und das Training trotz der Niederlage recht gut besucht war, konnte man sich die Wartezeit zwischen den Spielern gut mit dem einen oder anderen Plausch vertreiben. Nicht ganz uneigennützig, kann man doch nach einem Gespräch schon eher darum bitten, mal ein gemeinsames Foto mit einem Spieler zu machen.
Zradvo Kuzmanovic
Die Zeit verging und die Reihen wurden lichter, die Wartezeiten zwischen den Spielern länger und die Beine langsam immer schwerer und schwerer. Die ungemütliche Schmuddel-Kälte tat ihr übriges, doch mich mit dem zufrieden geben, was ich bisher hatte, wollte ich nicht, ich wollte den Messias, den Torschützen des traumhaften 2:0-Tores in Timisoara, unsere weißrussische Zaubermaus, Alex Hleb. Doch er war nirgens weit und breit zu sehen.
Sami Khedira
Als man mit den letzten verbleibenden Autogrammjägern etwas näher zusammenrückte um die Kurzweile zu erhalten, kam ich mit Kevin ins Gespräch, der meinte, nicht aus der Stuttgarter Ecke zu kommen und leider nicht oft zum Training zu können – die ideale Gesprächsgrundlage: “Ich auch nicht!”. Und schon schwätzte man nach Herzenslust und verstand sich prima. Das gegenseitige Behilflichsein beim Fotografieren mit dem Spielern ging uns schnell in Fleisch und Blut über. Ein junger Mann aus Siegen, NRW, und eine junge Frau aus Leipzig, Sachsen. Sachen gibts.
Roberto Hilbert
“Wer fehlt jetzt eigentlich noch?” fragte man sich mittlerweile, man vermisste nun nur noch Khalid Boulahrouz, Pavel Pogrebnyak und Alex Hleb – 3 Spieler, auf die ich gut und gerne noch Stunden in der Kälte warten würde. Und das lange Warten wurde belohnt, sichtete ich endlich Alex Hleb, wie er auf sein Auto zulief und rausfuhr. Im Vergleich zum letzten Training blieb er zwar auch dieses Mal im Auto sitzen, aber er machte die Scheibe runter und fuhr brav von Fan zu Fan, um seine Autogramme zu geben. Es ist nicht genau das, wovon ich geträumt habe (ein Arm-in-Arm-Foto), aber immerhin lächelte er freundlich und ließ sich trotzdem mit mir fotografieren.
Stefano Celozzi
Doch auch dann war noch nicht Schicht im Schacht, Kevin und ich, mittlerweile die letzten beiden verbleibenden Autogrammjäger warteten noch auf Khalid Boulahrouz, der kurz darauf erschien und dann noch ziemlich lange auf Pavel Pogrebnyak, unseren neuen Stürmer. Diesen fingen wir erst sehr spät ein, weswegen ich das eigentlich eingeplante Heimspiel der VfB Amateure gegen Wacker Burghausen verpasste (was mit 1:0 vom “kleinen VfB” gewonnen wurde), aber ich bereue es trotzdem nicht, gab es doch die Möglichkeit, weiter zu plaudern. So friert einem zumindest nicht das Gesicht ein.
Georg Niedermeier
Als auch der letzte Spieler mit Foto und Autogramm “abgefertigt” war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Stuttgart-Zentrum, wo sic unsere Wege trennten, wenn auch nur für die nächsten 2 einhalb Tage. Obwohl ich erst so spät am Trainingsgelände ankam, so kann ich mich über die reichliche Ausbeute an Fotos und Autogrammen wahrlich nicht beschweren.
Wie sehr sehne ich mich nach glücklicheren Tagen zurück, in denen die beruhigende Gewissheit in Fleisch und Blut überging, in der Rückrunde der vergangenen Saison erlebte ich ein tolles Spiel nach dem anderen, euphorische Siege, wo man aus dem Jubeln kaum mehr heraus kam. Einst schwor ich, der VfB wäre meine Liebe, für die ich durch dick und dünn gehen würde. Und in diesen Wochen erneut: durch ganz, ganz, ganz dünn.
Für jedes Heimspiel fast 500 Kilometer hin, 500 Kilometer zurück, an sich kein Problem. Die Motivation leidet nur allmählich und die Vorfreude auf jedes Spiel, was man live erleben darf, für das man sich die Dauerkarte schließlich geholt hat, sie weicht mehr und mehr der Tristesse. Und nach Heimpleiten gegen Köln und Bremen sollte nun endlich die Reißleine gezogen werden.
Besagte letzte Heimspiele waren eine Zumutung für den Stadiongänger, sei es der Dauerkartenbesitzer oder der Gelegenheitzuschauer – umso erfreulicher, dass dieses Spiel gegen die ungeliebten Schalker auf den ersten Blick leicht besser aussah als zuvor. Doch der erste Blick war dann nach 24 Minuten auch nichts mehr wert, als wir erneut in Rückstand gerieten. Wieder einmal.
Das Spiel schleppte sich hin, wieder Pfiffe zur Halbzeit, wieder die geschundene Seele des VfB-Fans, aufgekratzt mit rasierklingenscharfen Aktionen des Gegners. Stück für Stück sah man die Mannschaft in sich zusammenfallen. Auch die Hoffnung auf laute Halbzeitansprachen unseres Trainers Markus Babbel ist eine andere als noch in der Rückrunde, als ich selbst nach einem Rückstand zweifellos glaubte, dass auch solche Spiele noch zu unseren Gunsten gedreht werden konnten. Ich gebe zu, man fühlte sich pudelwohl in dem Wissen, dass man weiter marschiert, immer weiter. Doch diese Zeiten waren vorbei.
In einer dieser unsäglich tristen und emotional unterkühlten Halbzeiten, wie es sie in letzter Zeit so oft gegeben hat, schwelgte man doch schon in Erinnerungen. Doch was nützt das, wenn man weiß, dass man gerade eine echte Pechsträhne hat? Der Wiederanpfiff riss mich aus meinen Tagträumen vergangener Tage, die noch gar nicht so weit zurücklagen, und brachte mich wieder hinein in die Gegenwart: die zweite Halbzeit im Heimspiel gegen Schalke.
Von meinem Sitznachbarn und Kumpel Micha kann man immer wieder erstaunt und amüsiert zugleich sein. Er war sich seiner Sache ziemlich sicher, dass wir zumindest noch den Ausgleich erzielen würden. Man hoffte es, selbstverständlich hoffte man es mit jeder Faser des Herzens – nach langen 73 Minuten wurde es wahr, das Stadion bejubelte den 1:1-Ausgleich.
Doch steckst du einmal unten drin und leistest dir auch nur eine Sekunde der Unaufmerksamkeit, kann das eiskalt bestraft werden. So überschwänglich die Freude über das 1:1 auch war, so markerschütternd und schockieren folgte nur wenige Minuten darauf der tödliche Messerstoß ins Herz: ausgerechnet Kevin Kuranyi, lange Zeit Stuttgarter Spieler, stellte den alten Torabstand wieder her.
Und erneut setzte die Massenwanderung ein. Viele werden vermutlich noch an den Ausgängen gelauert haben, denn es gab dann doch noch eine Szene, von der jeder, der zusah, hoffte, es würde gelingen: Quasi mit dem Abpfiff brach erneut der kollektive Jubel aus. Doch, um es mit den Worten eines bekannte Werbespots zu sagen: Dauerkarte: 270 Euro. Fahrtkosten: 40 Euro. Bier: 2,50 Euro. Wurst: 2 Euro. Merken, dass der erlösende Ausgleich abgepfiffen wurde: Unbezahlbar.
“Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß” – das weiß jeder Fußballfan, dessen Verein über eine Phase hinweg keine Ergebnisse geliefert hat. Mit hängendem Kopf verließ ich wieder das Stadion, was mir derzeit mehr Schmerz als Freude bereitet. Doch die Hoffnung auf bessere Zeiten, sie lebt in mir weiter.
Vor dem am Stadion befindlichen Fanshop wurde ich von meiner Übernachtungsmöglichkeit eingesammelt und im U-Bahn-Gespräch nach nur 5 Minuten als waschechte Sächsin entlarvt, am Abend statte man einer Fankneipe noch einen Besuch ab. Ich schlief ein, irgendwo zwischen grenzenloser Erschöpfung und der Angst, im Traum die letzten Wochen noch einmal durchleben zu müssen.
Der Kater des Siegesrauschs war ausgeschlafen – ich rede nicht von meinem eigenen, sonderm vom allgemeine Kater, hervorgerufen durch die “Ja, wir fahren definitiv zur WM 2010!”-Euphorie, die am Wochenende zuvor nach dem Spiel gegen Russland die Bundesrepublik Deutschland fest im Griff hatte. Ein Fußballfest war angekündigt gegen Finnland, um den Zuschauern, die einiges in den verpatzten Testspielen verkraften mussten, etwas zurückzugeben. Und natürlich ist die Vorstellung eines Fußballfestes eine ganz andere als diese traurigen 90 Minuten.
Die hier gewählte Überschrift trügt nicht: es war wirklich wieder der selbe Augenkrebs wie schon viel zu oft in den letzten Monaten. Als unbeteiligter Außenstehender kann man das kam glauben, schließlich sind wir souverän in der Qualifikationsgruppe durchmarschiert mit einem Start-Ziel-Sieg und sind nun definitiv im Sommer 2010 in Südafrika dabei. Es sind die Testspiele und die Qualifikationsspiele im Schongang, die die Hoffnungen für 2010 trüben.
An sich bin ich froh, dass dieses Spiel schon einige Tage zurückliegt, daher will ich die Erinnerung daran nicht allzu sehr wieder heraufbeschwören. Es war ein einfach unansehnliches Spiel, keine Ideen, keine Lust. Nur 11 Minuten reichten aus, um die Euphorie, die nach dem Russland-Spiel blieb, wieder zunichte zu machen. Das 0:1 schockierte selbstverständlich. Mehr gibt es zum ersten Durchgang auch nicht zu sagen. Mit Pfiffen wurde die Mannschaft nach 45 Minuten in die Kabinen des Hamburger Stadions verabschiedet.
Erst im zweiten Durchgang erhöhten die Deutschen die Schlagzahl und ließen die Zuschauer im Stadion und vorm Fernseher spüren, dass sie hier doch noch den einen oder anderen Treffer erzielen wollten. Man tastete sich langsam heran mit zarten Schüsschen, die immer weniger weit am Tor vorbeigingen. Die Zeit lief gegen uns.
Erst gegen Ende der Partie kam er dann, der Retter des Hinspiels und der Retter der perfekt gemacht WM-Qualifikation gegen Russland: Miroslav Klose wurde jubelnd begrüßt, möge er doch bitte wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Auch, wenn er am Ende nicht als der Ausgleichs-Torschütze gefeiert werden sollte, war er doch maßgeblich daran beteiligt: ein schlampig geklärter Schussversuch von Westermann landet bei Klose, der in den Strafraum zurückgibt und Lukas Podolski bedient, der das Ding mit dem rechten Fuß und mehr Glück als Verstand schon irgendwie über die Linie schob – und dabei ist er Linksfüßer.
Gerade noch so gerettet vor der Blamage, ein Glück. Was bleibt von diesem Spiel? Sich über einen glücklichen Punkt freuen und lieber ganz, ganz, ganz schnell vergessen. Und liebe keinen Gedanken daran verschwenden, was gewesen wäre, wenn wir in Russland gepatzt hätten und dieses Spiel die Entscheidungsschlacht gewesen wäre.