Mit einer wenig erfreulichen Verspätung von über 2 Wochen kommt nun ein kurzes Resümee zum Rinnecup 2008. Zum WAS? Rinnecup. Was ist das denn? Das Fußballforum meines Vertrauens, www.tooor.de, organisiert seit 2007 nun jedes Jahr in einer anderen Stadt ein Fußballturnier für die User des Forums. Letztes Jahr in Karlsruhe, dieses Jahr fand es in Rottenbach, einer kleinen Gemeinde in Thüringen statt. Ich nehme an, wir haben bis auf Lebenszeit Einreiseverbot.
Da es nun schon “länger” her ist und ich weder die Zeit, noch die Muße habe, über alles zu schreiben, versuche ich mich also kurz zu fassen: es hat riesig Spaß gemacht an jenem Wochenende vom 25. bis zum 27. Juli. Ich genoss es zusehendst, ein ganzes Wochenende mit alten und neuen Gesichtern zu verbringen, bei tollem Wetter, tollem Fußball und unglaublich großem Kino.
Mitgespielt in einem der 8 Teams mit illustren Namen wie “Mir sen die wo gwinne wellet”, “Holzhackerbuam” oder “Blue Boyz” leider nicht, jedoch ist das Interesse, mich nächstes Jahr mit hineinzustürzen, nahezu ins Unermessliche gestiegen. Ich habe nun ein gutes dreiviertel Jahr Zeit, diverse Ärzte und fachspezifische Orthopäden aufzusuchen – wenn die geschundene Achillessehne und die ausgeleierten Sprunggelenke das nicht mit machen, werde ich wieder – wie dieses Jahr – nur zuschauen und viele Fotos machen.
Meinen eigenen Rekord von 1000 Fotos an einem Tag habe ich bei weitem übertroffen. Dank der Serienbildfunktion an meiner mittlerweile auch schon in die Jahre gekommenen Digitalkamera machte diese unablässig Fotos, solange ich nur den Finger auf dem Auslöser hatte: Tick-tick-tick-tick, stundenlang. Wenn ich schon nicht mitspiele, kann ich mich ja wenigstens irgendwie anders nützlich machen? Meine Bestimmung fand ich an jenem Wochenende in der fotografischen Dokumentation, welche sehr umfangreich ausfiel, und das ist schon die Untertreibung des Jahrhunderts. Alleine am Samstag, an dem gespielt wurde, habe ich fast 4.000 Fotos gemacht – die Zahl stimmt, es wurden keine Nullen zu viel gesetzt. Summa Sumarum kam ich nach einer endlos scheinenden Auslese und Bearbeitung auf 210 Fotos – eine Ausschussrate, die zwar nicht gerade gering ist, aber aufgrund der Serienbildfunktion nicht weiter erstaunen sollte.
Eine Sache werde ich an diesem Wochenende ganz besonders in Erinnerung behalten: Freitag abend, nachdem sich alle auf dem Sportplatz in Rottenbach eingefunden haben, begann man, sich gegenseitig den Ball zuzukicken, was mit der Zeit immer mehr Schaulustige und Mitmacher anzog. Der kleine Vorplatz vor dem Vereinsheim des SV Rinnetal Rottenbach, die den Platz sonst benutzen, wurde schnell zu klein und man zog somit auf das Spielfeld hinterm Vereinsheim um. An sich nichts spektakuläres, bis auf 2 Dinge: 1. ich war plötzlich irgendwie mittendrin und 2. es war 3 Uhr nachts. Kurzerhand wurde ich ins Tor gestellt, versagte auf ganzer Linie und hatte demnach schnell keine Lust mehr, dennoch hielt ich mehr oder weniger tapfer durch und erstaunte Mit- und Gegenspieler zumindest mit Wahnsinnsabschlägen. Die einzige Stärke, die ich an eines Freitag Nachts auf nasser Wiese zu bieten hatte.
Der nächste Tag war ohnehin für die Spiele vorgesehen, welche fein säuberlich nach dem Spielplan ausgetragen wurde, den ich im Vorfeld grafisch gestaltet habe. Ich möchte nicht ausufern und jedes Spiel detailliert kommentieren, aber es hat Spaß gemacht, zuzusehen. Von absolut hilflos bis nahezu vertragstauglich war alles dabei, grinsend umkreiste ich das Spielfeld immer wieder und die Kamera machte Tick-tick-tick-tick-tick. Es hat sich gelohnt, tolle Schnappschüsse.
Auf den Sonntag, sei er auch der Tag des traurigen Abschieds gewesen, freute ich mich auch. Im Vorfeld des Cups hatte ich erneut eine T-Shirt-Aktion angekurbelt, ähnlich wie schon zur EM. Logo, Entwürfe, Organisation, das war mein Baby. Ein Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen, mit der Shirt-Cheffin in der goldenen Mitte.
Ich wollte mich kurz halten, also endet an dieser Stelle mein Bericht leider schon. Aufs nächste Jahr freue ich mich selbstverständlich sehr, ob wieder Nebendarsteller oder gar diesmal Hauptdarsteller, es ist noch zu früh, da etwas zu sagen. Stattfinden wird das ganze in Trier am letzten Juli-Wochenende. An dieser Stelle ein Gruß an alle heiratswilligen und alten Menschen in meinem Bekanntenkreis: lasst euch bloß nicht einfallen, da zu heiraten oder euch beerdigen zu lassen.
Wer sich bis jetzt immer noch fragt, warum das ganze eigentlich “Rinnecup” heißt, dem sei gesagt: der Veranstalter des Turniers nennt sich im Forum “Rinnetaler”, benannt nach seinem Heimatort Rinnetal, wo wir das Turnier schließlich auch ausgetragen haben. Der nächste Cup wird “Gaustarcup” heißen – wer jetzt nicht begriffen hat, wieso, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.



























