Tja, mit dem Länderspiel, das war wohl nix. Aber dennoch hat sich der Kurzurlaub im schönen München wirklich gelohnt, ich habe viel gesehen, viele Fotos gemacht, viel unternommen und freue mich schon, wenn ich eines Tages dorthin zurückkomme.
Hand aufs Herz, ich habe noch nie so lange für einen Blog-Artikel gebraucht. Meine Rückkehr aus München ist nun schon 2 Wochen her und ich habe keine Muße mehr, einen ausführlichen Bericht zu meinem Urlaub zu machen. Aber das ist auch denke ich nicht wichtig, denn eine kurze Zusammenfassung mit vielen Bildern bekommt ihr trotzdem.
Tag 1: Hinfahrt, Spaziergang und Warm-Up-Fantreffen
Dienstag, 16.10.2007
Mein Zug fing um kurz nach 7 Uhr morgens, aber so früh aufstehen tu ich gerne für meine Jungs. Die Zugfahrt über habe ich meist gelesen und amüsierte mich über einen, der in Erlangen zugestiegen ist (1 Station vor Nürnberg), dann einschlief und kurz vor München erst wieder aufwachte: “Wo bin ich denn?” – “Kurz vor München” – “Au Backe, ich hätte in Nürnberg rausgemusst”. Tja, arme Sau.
Den ersten Tag bis zum Beginn des Deutschland-Tschechien-Warm-Up-Fantreffens powered by Tooor.de machte ich einen ausgiebigen Isarspaziergang und schaute mir schonmal viele Sachen an. Abends gings zum Fantreffen in die Augustiner Bräustuben, wo ich mit schwerem Gepäck (2 Rucksäcke, Beutel, Stativ) herzlich begrüßt wurde. Schön wars gewesen, immer wieder gern.
Mein erstes Schlafquartier bezog ich bei Sabine, die ich bereits in Köln kennenlernen durfte, sie kommt direkt aus München. War ich froh als ich mich endlich in die Horizontale bewegen durfte. Ich hab sooo supergut geschlafen, unüblich für das Übernachten bei Fremden. Das war auch nötig, denn am nächsten Tag musste ich frühzeitig raus.
Tag 2: Weißwurstfrühstück, Fantreffen und das Länderspiel
Mittwoch, 17.10.2007
Der große Tag des Länderspiels begann frühzeitig, als ich mit Sabine das Haus verlassen musste. Die zeit bis dahin totzuschlagen war nicht so einfach, viele Geschäfte hatten erst ab um 9 oder sogar erst ab um 10 geöffnet. Um 11 Uhr war Weißwurstfrühstück angesagt, meine Premiere. Vorab informierte ich mich natürlich über das “Wie esse ich eine Weißwurst richtig, ohne mich zu blamieren?” informiert und kam gut zurecht, während mir viele supernette Tooorler Gesellschaft leisteten.
Julia, meine Übernachtungsmöglichkeit Nummer Zwei, holte mich vom Weißwurstfrühstück ab und geleitete mich zu meinem Quartier, wo im wahrsten Sinne des Wortes eine Last von mir abgefallen ist. Es tat unglaublich gut, das ganze Gepäck loszuwerden. Nur mit einer Gürteltasche mit wichtigem Kram (Digicam, Ticket, Geld, Batterien, Speicherkarten, TaTüs) machten wir uns später auf dem Weg zum richtigen großen Fantreffen, in der Innenstadt in den Augustiner Gaststätten. Ich fand das supertoll. Ein Wiedersehen mit so manchen liebgewonnenen Tooorlern, die ich bereits in Köln kennenlernen durfte, viele nette neue Leute, es war ein Träumchen.
Das Kribbeln im Bauch wurde stärker, als die Zeit voranschritt, schon bald brachen wir in kleinen Gruppen auf zum Stadion. Die meisten verloren sich jedoch bereits an der U-Bahn-Haltestelle, tja, so kanns gehen. Julia und Ich blieben glücklicherweise beieinander und erlebten in der U-Bahn 2 sturzbesoffene, lustige junge Männer, die Gespräche mit jedem im Umkreis deren Sitzplätze anzettelte, auch ich blieb natürlich nicht verschont: “Leipzig? Lok oder Chemie?”… als ob es nichts anderes gäbe.
An dieser Stelle unterbreche ich die Zusammenfassung, hier gehts weiter mit dem Bericht zum Länderspiel an sich.
Kein bisschen betrunken von den beiden sanften Whisky Cola, die ich in Rekordzeit runtergespült habe, machten wir uns dann zu fortgeschrittener Stunde auf den Heimweg. Das Nachtreffen war sehr schön gewesen, auch wenn die Traurigkeit noch tief in den Knochen steckte. Ein Taxi brachte uns beide nach Hause, wo wir noch weitere anderthalb Stunden über den Fußballgott und die Welt geplaudert hatten, dann war Tag 2 auch schon wieder beendet.
Tag 3: Nymphenburger Schloss, Olympiaturm und Olympiagelände
Donnerstag, 18.10.2007
Schön wars gewesen, wenn auch tierisch kalt und wahnsinnig windig. Von vornherein hatte ich aber gesagt, das ich diese 3 Sachen am Donnerstag tun möchte. Wenn schon mal Urlaub, dann kann ich auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Wieder bepackt mit reichlich Strom und Speicherplatz zog ich los und erkundete weitere Winkel und Ecken vom schönen München. Ein traumhaftes Nymphenburger Schloss und der Ausflug zum Olympiazentrum machten den Tag zum Genuss, wenn auch das Wetter nicht ganz das Beste war.
Tag 4: Frauenkirche, Englischer Garten, Stadionführung und Heimfahrt
Freitag, 19.10.2007
Auch die schönsten Reisen gehen einmal zu Ende. Aber bis 17 Uhr hatte ich ja gott sei Dank noch ein bisschen Zeit. Der Tag begann für mich mit einem Besuch der Frauenkirche mit entsprechendem Turmbesuch, danach gings in den Englischen Garten, von dem ich leider nur einen Bruchteil gesehen habe. Dann hatte ich mich auch noch verlaufen, also ich wahr wirklich heilfroh, als ich mit einem jungen Pärchen ins Gespräch gekommen bin, die ebenfalls zurück zur U-Bahn wollten und ich somit eine Führung hatte.
Abgerundet wurde das alles noch durch einen Last-Minute-Besuch zurück in der Allianz Arena, wo ich unbedingt eine Stadionführung machen wollte. Das hat zeitlich dann auch alles super geklappt und ich war begeistert gewesen. Ein tolles Stadion wo es viel zu sehen gab. Nicht nur viele Fotos werden mich daran erinnern sondern auch der Schlüsselanhänger, der nun Platz gefunden hat an meinem noch keinesfalls überladenen Schlüsselbund.
Die Heimfahrt organisierte ich mir per Mitfahrgelegenheit bereits 2 Wochen im Voraus, Zugverbindungen für den Festpreis für 29 Euro zu bekommen ist nahezu unmöglich da alle Wochenend-Pendler nach Hause wollen. Dafür gabs eine ruhige und entspannte Rückfahrt im schicken noblen Audi Kombi. Nur ein 20-Kilometer-Stau machte uns zu schaffen. Kurz vor Mitternacht kam ich dann endlich daheim an und warf als erstes meinen Rechner an, wie könnte es anders sein. Nach 1 Stunde Surfen sank auch ich dann erleichtert ins Bett. Urlaub in Ehren, aber nirgendwo ist es schöner als Zuhause.



































































































































