15.08.2007 um 05:36 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Es ist zwar zunächst ein komisches Gefühl, mitten in der Nacht mit dem Stativ und der Kamera bewaffnet vor die Tür zu gehen, aber es hat sich gelohnt. Ich hab dabei keine Angst im Dunkeln.
Der Wunsch, weiter mit langen Belichtungszeiten zu experimentieren, hat mich wieder vor die Türe gelockt, denn Leipzig bei Nacht ist schon recht schön anzusehen. Manche Leuten hielten mich, wie ich am Straßenrand stand mit dem Stativ, wohl für eine Art Blitzer, hehe. Die Fotos sind richtig gut geworden, es hat sich in jedem Fall gelohnt.
12.08.2007 um 19:22 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Ich habe meinen ImageTank, die mobile Festplatte für Speicherkarten, zwar lieb gewonnen, aber so ganz das Wahre ist es auch nicht. Warum? Weil die Übertragung einer 2-GigaByte-SD-Speicherkarte mit knapp 20 Minuten mal viel zu lange dauert. Eigenartigerweise kopiert er bei berechnetem Verhältnis eine 512-MegyByte-CompactFlash-Speicherkarte viel schneller als eine SD-Karte.
Konsequenz davon ist die Anschaffung 2 neuer Speicherkarten zu jeweils 2 GigaByte. Mein aktuelles Speicherreservoir habe ich nun also von 3,256 GigaByte auf 7,256 GigaByte aufgerüstet. Den ImageTank behalte ich zwar trotzdem, aber es muss schon ein Wunder geschehen, wenn ich 5 Speicherkarten (3x 2 GigaByte, 1x 1 GigaByte, 1x 256 MegaByte) vollkriege, ohne mich an einen Rechner anzustöpseln. Und sollte es trotzdem passieren: Der 40-GigaByte-ImageTank kommt ja trotzdem mit bei längeren Touren.
Mit 2 neuen Speicherkarten im Gepäck fühle ich mich dann doch etwas sicherer. Denn 20 Minuten zum Kopieren einer Speicherkarte habe ich meist auch nicht. Aber darum muss ich mir jetzt keine Gedanken mehr machen. Einfach die nächste Karte reinschieben und weiter gehts.
Auf eine 2-GigaByte-Speicherkarte bekomme ich übrigens 1207 Fotos in höchster Auflösung (2816×2112 Pixel). Auf die 1-GigaByte-Speicherkarte bekomme ich 570 Bilder, auf die 256-MegaByte-Speicherkarte immerhin 151 Schnappschüsse. Insgesamt kann ich bei den 5 Speicherkarten 4342 Mal auf den Auslöser drücken. Da lacht das Fotografenherz.
Und bei den 3 Fußballspielen, die mich in diesem Jahr mindestens noch erwarten in Berlin, Köln und Hannover muss ich mir nun keine Sorgen mehr machen.
11.08.2007 um 21:30 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Wie viele Generationen von Schulabgängern hat diese Welt schon gesehen, wie sie sich das Kontakt halten und Freunde bleiben schwören, wenn man sich mit dem Zeugnis in der einen und einer Rose in der anderen Hand für vermeintlich nicht lange Zeit verabschiedet. Das so etwas in Erfüllung geht, ist beileibe selten, und ich weiß wovon ich rede.
Freundinnen 2002
Auch meine beste Freundin Peggy aus der Realschule und ich gehörten da allerdings nicht dazu. Peggy wollte eine Lehre machen, allerdings nicht in Leipzig, sondern in Freising bei München. Ich frage mich bis heute, wie sie es nur geschafft hat, in ihrem Leben einen solchen Bruch zu vollziehen. Dort verbrachte sie 3 Jahre und kehrte danach wieder nach Leipzig zurück. Im letzten Sommer traf ich sie für kurze Zeit wieder, aber viel zeit zum lange Quatschen blieb nicht. Und wieder ging jeder seine eigenen Wege.
Durch das studiVZ, wo ich mich kürzlich angemeldet hatte und was bereits viele alte Bekannte meines Weges geschickt hat, fand mich bald auch Peggys Freundin wieder, woraufhin sich Peggy selbst angemeldet hatte. Wir mailten hin und her und vereinbarten uns ein Treffen.
Am letzten Donnerstag trafen wir uns also wieder und es war richtig, richtig schön. Das Labern und Lachen über alte Zeiten, viele Dinge, die wir noch wusste, aber auch viele Dinge, die in Vergessenheit geraten sind. Schön wars.
Freundinnen 2007
Nun hoffe ich, das sich unsere Wege so schnell nicht wieder trennen werden.
Dieser Beitrag ist für meine Peggy. Ich habe nie vergessen, was du auf die Rückseite deiner Visitenkarte damals geschrieben hast: “Für meine beste Freundin. Ich werde dich nie vergessen!”. Hat sie nicht – und ich auch nicht.
11.08.2007 um 21:30 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Auf dem Weg zur Arbeit begegnete mir vor wenigen Tagen die Titelseite einer Boulevardzeitung: “Terror-Mücken! So schlimm war es noch nie!”. Und wie froh war ich, das ich diesen ganzen Sommer schon ohne einen einzigen Mückenstich überstanden habe, obwohl ich fast jede Nacht bei angekippten Fenster ohne Fliegengitter geschlafen habe.
Doch wie es nunmal so ist: Man sollte es lieber nicht beschreien. Pünktlich zum Start in die Bundesligasaison 2007/2008 wurde ich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gleich 3 mal gestochen. Am Knöchel, in der Kniekehle und am Oberschenkel des rechten Beines. Was soll grade an diesem Bein so toll sein. Mein Fußballbein ist doch Links! Ihr blöden Mücken!
Jetzt heißts ordentlich Kühlgel draufpacken und nicht ans Kratzen denken. Mit mehr oder weniger gutem Erfolg.
05.08.2007 um 20:37 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Es war nicht unbedingt das Publikum, was ich “gewohnt” bin, aber lustig wars dennoch. Meine Freundin Julia lud wieder ein zum Bandauftritt von Ray Allen With The Hi-Fi’s, dessen Auftritten ich so oft wie es mir möglich ist, beiwohne – ich war bereits in Leipzig, Werdau, Geithain und Zwickau dabei. Gestern Abend durfte ich die Jungs wieder live erleben, diesmal beim Bikertreffen der “Dukes” in Borna.
Hätte ich gewusst, das es ein Open Air Festival ist, hätte ich mir wirklich etwas Wärmeres zum Anziehen mitgenommen, als “nur” einen dicken Pullover. Der Gitarist der Band, Mike, nahm mich mit nach Borna, es war nur eine knappe Dreiviertel Stunde Fahrt. Dort angekommen waren Julia und ihr Mann Frank noch nicht da, aber Ray und Gerd waren schon da. Wir erkundeten erst einmal kurz das Gelände, wo schon viele Leute dawaren, die wohl schon die Nacht zuvor dort gezeltet haben.
Lustig war, das Rays Transporter nicht anspringen wollte, als er den Wagen wegfahren wollte. Also erstmal Abschleppseil geholt und von einem anderen Wagen wegschieben lassen, Gerd und Mike schoben hinten an, ich stand gackernd daneben mit meiner Kamera und hielt das ganze fotodokumentarisch fest. Schon bald tauchten dann auch Julia und Frank auf und ich schloss sie ganz fest in meine Arme – die Sommerpause seit dem letzten Auftritt im Mai war schließlich lange genug.
Wie üblich baute die Band auf der kleinen überdachten Bühne auf und machten Sound-Check, ich saß derweile mit Julia im Zelt auf den Biergarten-Bänken und erzielte ihr alles, was es bei mir so Neues gibt, über meine letzte Romanze, verflossene Freundschaften, neu entdeckte Internetseiten und vor allem: wie wichtig der Fußball für mich geworden ist. Außerdem zeigte ich ihr, wie sie ihre neue Kamera, die sie bekommen hatte, bedienen muss – ich kenne mich schließlich aus.
Und schon wieder “Get Rhythm” :-D
Die Stunden verstrichen, aber der Auftritt ging noch nicht los. So laberten und lachten wir und beobachteten die Kinder, die sich auf dem Festival tummelten. Wir aßen und tranken und freuten uns alle auf den Auftritt, der um 22 Uhr losgehen sollte. Ray war mit seinen Hi-Fi’s als erste Band gesetzt, danach sollte eine Band aus der Schweiz spielen. Dieser Abend sollte besonders werden, denn Julia und Ich waren erstmals im Partnerlook, zu meinem 21. Geburtstag bekam ich von ihr ein “Ray Allen”-T-Shirt, welches Sie im Copyshop hat anfertigen lassen. Nur sie und ich besitzen so ein T-Shirt und da mein Geburtstag während der Sommerpause war, sahen wir uns zum ersten Mal im selben T-Shirt, damit zogen wir so manche Blicke und Neider auf uns.
Der Auftritt von Ray Allen war gut wie immer, die Jungs waren klasse drauf und gaben ihr Bestes: Dennoch konnte das Publikum nicht geknackt werden, nur relativ müder Applaus kam an, und auch Julia und ich schrien und brüllten auch nicht so rum, wie man es sonst von uns kennt. Eigentlich schade, aber wir amüsierten uns trotzdem. Zum ersten Mal in meiner Laufzeit als “Ray-Allen-Groupie” war kein lautstarker Applaus gewünscht, leider.
Nach einer kurzen Pause eroberten die Schweizer die Bühne, und die waren richtig klasse. Für mich geht nichts über Ray Allen und seine Hi-Fi’s, aber das war mal was anderes. Ich genoss den Auftritt und machte einige Fotos, wie man es von mir gewohnt ist. Die Stunden zogen sich und der Pullover, den ich längst angezogen hatte, wärmte schon längst nicht mehr so gut, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich fing an zu frieren, und die Schweizer, die Band namens “Mars Attacks” kündigte gerade mal eine “kleine Pause” an und ich fror derweile weiter. Danach wollten Ray und die Jungs nochmal auf die Bühne.
Die Schweizer machten ordentlich Party auf der Bühne und bekamen erwartungsgemäß mehr Applaus als Ray und seine Jungs. Als die letzten Lieder gespielt und die letzten Töne im Lautsprecher verhallt waren, wurde es Zeit für einen kleinen Nachschlag von Ray Allen. Schlagzeuger Danny war schon gegangen, da er heute früh rausmusste, aber die anderen waren noch da. Und so setzte sich Sänger Ray ans Schlagzeug und Gitaris Mike übernahm komplett den Gesang.
Kaum ein Auftritt ohne Julia auf der Bühne, dafür ist sie geboren worden. Und so ließ sie sich dann doch mehr oder weniger widerwillig auf die Bühne holen. In gekonnter Johnny-Cash-Manier und in Anlehnung an Johnnys einstigen Auftritt, bei dem er Partnerin June Carter mit “Kommt Leute, rufen wir sie: June, June, June, June…” auf die Bühne holte. Vorgeschichte: Als ich Julia 2003 kennenlernte, sang sie in einer Johnny-Cash-Coverband und war neben dem Frontsänger, der Johnny Cash “war” die Duettpartnerin June Carter, mit einer fabulösen und schmetternden Stimme.
“Get Rhythm geht immer!” war schon immer meine Devise, wenn ich mit meiner besten Freundin einem Auftritt beiwohne und auch gestern Abend sang sie wieder für das hungrige Publikum diesen berühmten Song von Johnny Cash. Zu meiner großen Freude brachte sie neben ein paar anderen Songs auch “Blue Moon of Kentucky”, mein Lieblingssong von Julia. Sie widmete mir diesen Song bereits beim Auftritt ihrer eigenen Band “Juliet and the Janglers“, ein unvergesslicher Augenblick.
Absolutes Highlight des Abends war nicht, wie bis dahin gedacht, der Auftritt der Schweizer. Oh nein, die kleine, ca. 10-jährige Tochter von Ray-Allen-Bassist Gerd setzte all dem noch ein Krönchen auf. Als Musiker-Tochter geht das Musizieren natürlich auch an ihr nicht vorbei und so spielten Ray und die Jungs zum lieblingen Gesang des “Teenage Boogies”, die Menge tobte. Die Kleine stand zwar da wie angewurzelt, faszinierte und amüsierte aber das Publikum, welches zahlreich zur Zugabe geblieben war.
“Blue Moon of Kentucky” – diesmal ohne Widmung
Höchst amüsant fand ich übrigens auch, das mich eine Art Arbeitskollegin an dem Abend ansprach. Sie hatte mich bereits beim Saturday Night Bandstand in Geithain erspäht, wie ich bereits erfahren habe, aber diesen Abend kam sie selbst auf mich zu – sehr lustig. Ich schreibe nur eine “Art Arbeitskollegin”, weil sie eigentlich für die Firma von der Mutter meines Chefs arbeitet.
Es war bereits 2 Uhr nachts und es war Zeit zu gehen. Die Band packte ihr Zeug zusammen und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Diesmal dauert es bestimmt nicht so lange, bis ich meine Freundin Julia wiedersehe, zumindest hoffe ich das. Mike fuhr mich dann auch nach Hause, nachdem es den ganzen Tag und Abend über noch nicht sicher war. Aber es hat dann doch noch geklappt.
Ich war um viertel 3 nachts dann endlich zu Hause, knipste nahezu zwanghaft noch einmal meinen Rechner an und verschwand dann im Bett, wo sich Punkt 3 Uhr auch die Augen recht schnell geschlossen hatte. Ich war knülle ohne Alkohol und obendrei sehr stark unterkühlt, ich habe gefroren wie Sau und hätte bestimmt schon gestern Abend angefangen mit Niesen, aber ein Lagerfeuer verhinderte das gerade noch.
Spaß hats gemacht, freue mich aufs nächste Mal wenns wieder heißt “Heute Live: Ray Alleeeeeen With The Hi-Fiiiiiiiii’s!!!”