Abschiede sind schwer, vor allem, wenn man sich von geschätzten Kollegen oder Freunden verabschieden muss. Auch wenn einem der Trost bleibt, das man weiterhin per E-Mail in Kontakt bleibt. Es geht um meine ehemaligen Kollegen Andreas und Ronny. Die beiden verließen uns nach Beendigung ihres Studiums, das sie von uns gehen war also sicher, denn jeder möchte ja gerne dort weiterarbeiten, was er studiert hat.
Ronny war sehr lange bei uns in der Firma, er war schon da, als ich im Sommer 2005 bei Cheffe anfing. Er hat sich vorranging um Pflegesachen für unsere Kunden gekümmert (Aktuelles auf die Webseiten stellen etc) und Pressetexte für uns geschrieben, was er sehr gut gemacht hat. Er verließ uns vor ca. einem Monat, er gab zum Abschied eine Runde Rotwein aus uns etwas Süßes vom Bäcker.
Andreas stieß im Herbst 2005 glaube ich zu uns, wir brauchten einen Aushilfsgrafiker, der mir auch ein bisschen Arbeit abnehmen konnte. Wir haben ihn schon seit einigen Monaten nicht mehr im Büro gesehen, da er mit Diplomarbeit und anderen wichtigen Dingen beschäftigt war. Erfreulicherweise schrieb er uns eine E-Mail, in der er die gesamte Belegschaft auf eine Runde Bier in den irischen Pub neben dem Büro einlud, was uns alle sehr freute.
Grund für den Abschied war übrigens die Tatsache, das Andreas eine Stelle in Düsseldorf bekommen hat, wir freuten uns für ihn, denn eine Stelle zu finden ist heutzutage alles andere als leicht. Düsseldorf ist weit weit weg und ein Treffen wird in dem Rahmen sicherlich nicht so schnell stattfinden.
Und so saßen wir heute nach Feierabend allemann im Leipziger Pub “Killiwilly”: Cheffe, Andreas, Andreas’ Freundin, Peter, Matthias, Hund Kito und ich. Es war eine schöne, gesellige Runde, es wurde viel über die Arbeit gesprochen, was in der Zwischenzeit gewesen ist und was demnächst hoffentlich kommen wird und es wurde viel gelacht. Ich war übrigens unverschämterweise am teuersten. Ich habe Andreas’ geldbeutel mit nem sauteuren Beam Cola und nem Kakao mit Sahne belastet. Ich war teurer als alle anderen. Das war natürlich keine böse Absicht, Andreas, ja?
Langsam lichteten sich die Reihen und Cheffe, Andreas’ Freundin und Matthias verschwanden dann. Peter, Andreas und ich blieben noch sitzen und unterhielten uns dann vorrangig über meine Probleme im Liebesleben, nachdem alles wichtige zur Arbeit gesagt worden ist. Das ich aber auch niemanden damit in Ruhe lassen kann, es ist unglaublich.
Andreas und ich waren dann die letzten, unterhielten uns dann noch groß und breit über die Fußball-WM im Sommer, wo wir ja jetzt nun genügend Abstand zu den Geschehnissen haben, es ist ja immerhin schon fast ein halbes Jahr her. Ich spürte, das ich richtig gestrahlt habe, als ich davon erzählt habe, wie das war bei meinem ersten Fanfest, das tolle Spiel gegen Schweden, was ich für 47 € live im Stadion hätte sehen können, das letzte Spiel gegen Portugal wo eine riesen Party danach stattfand, alles, es sprudelte aus mir heraus. Und wäre die Bahn dann nicht gekommen, würde ich immernoch stehen und erzählen und erzählen und erzählen.
Es war zwar ein Abschied, aber dennoch kein endgültiger. Wir bleiben sicherlich in Kontakt. Ich danke Andreas im Namen der ganzen Firma für den netten Abend, an dem er uns viele Getränke ausgegeben hat und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute.
Und falls auch Ronny das hier lesen sollte: wir haben dich nicht vergessen. Auch ein Danke an dich für deine gute, geleistete Arbeit!
Ihr zwei werdet uns fehlen!
PS: Wer hier Bilder vermissen sollte: Die Lichtverhältnisse waren schlecht, ein Foto hätte peinliche Aufmerksamkeit auf uns gelenkt und wäre nicht mal was geworden, da ich bei solchen Fällen viele Textschüsse brauche um die richtigen Einstellungen zu haben.








