Gestern Abend war ich wieder mal mit von der Party als meine Freundin Julia zur Country- und Rock’n'Roll-Party rief. Zu jedem Auftritt kann ich natürlich nicht gehen, aber Geithain liegt noch recht nahe und mit bereits 4,50 € für die Fahrkarte und 30 Minuten Fahrzeit war ich mit am Start. Ich stand mit auf der Gästeliste, somit musste ich keine 10 Euro bezahlen, muhahaha. Mit dabei waren Julias Eltern Lutz und Heike, an deren Seite ich einen Großteil des Abends verbrachte, da Julia selbst 2 Auftritte zu bewältigen hatte.
Der Abend stand unter dem Motto “Country Bop”, also etwas eher an Country, Johnny Cash, orientierte Musik. Daraus wurde aber eher ein 50er-Jahre-Rock’n'Roll-Abend der für gute Stimmung allerseits sorgte. Wie gesagt, Julia trat selbst 2 mal auf, mit 2 verschiedenen Bands. Zusätzlich gab es noch eine Band aus Tschechien namens “The Lusatian Grass” und eine Rockband aus Portugal ( !! ) namens “49 Special”, die beide europaweit sehr erfolgreich sind.
Selbstverständlich knipste ich wieder was das Zeug hält – dummerweise fiel mir gestern Abend, als ich in der Bahn saß die mich nach Geithain bringen sollte, ein, das ich meinen Image Tank vergessen hatte. Ich versuchte, mich nicht verrückt zu machen und redete mir ein, wenn ich die Auflösung etwas runterschraube und nicht so viele Videos und Serienbilder mache, wird es schon gehen. Doch wie es der Zufall nunmal so will: Die Speicherkarte war mittendrin voll. Scheisse. Ich löschte ein paar unwichtige und schlechte Bilder und überstand den Abend dann doch noch.
Der Abend hat mir viel Spaß gemacht, auf der einen Seite. Auf der anderen war es wieder das gleiche Problem wie immer: Ich war traurig, weil ich keine männliche Begleitung hatte. Tanzen konnte ich auch nicht, wo eventuell ein Flirt hätte entstehen können. Aber dazu komme ich noch am Ende meines Artikels. Den Großteil des Abends, der in Geithain für mich 19 Uhr (da kam ich mit dem Zug an) begann und etwa um 2 Uhr endete, amüsierte ich mich dann aber doch.Ich wurde nur sehr sehr müde, als es gegen Ende ging. Ich bin auf der Rückfahrt nach Lichtenstein bei Zwickau auch mehrmals eingenickt. Aber das hat Julia und Frank natürlich nicht interessiert.
Sehr schön mit anzusehen war ein von den Tänzern aufgeführter Line Dance, in dem mehrere Leute nebeneinander tanzen. Ich hab das zwar diesmal nicht zum ersten Mal gesehen, habe aber dafür zum ersten Mal ein Video davon gemacht. Zum Glück hatte das Bürgerhaus 2 Etagen, so konnte ich nach oben gehen und das ganze filmen.
Hier das Video:
Die Nacht habe ich relativ gut überstanden. Oder naja, wohl doch eher nicht. Ich hab geträumt, meine deutsche Nationalmannschaft würde 0:3 gegen Schweden verlieren. So ein Blödsinn. Das wird nie passieren. Aufgewacht bin ich dann um 12, bzw. durchs Zeit umstellen um 11 Uhr am nächsten Morgen, wo ich erstmal duschte und wir dann gemeinsam ein wie immer leckres Frühstück hatten.
Julia und Frank zeigten mir noch das Haus, was sie neulich gekauft haben und ich versuchte mit aller Anstrengung, mir bildlich vorzustellen, das aus dieser Bruchbude mal was werden könnte. Ich vertraue auf Frank, den gelernten Zimmermann (Julia, wenn du das liest, bitte schlag mich nicht wenns falsch sein solte), der kann das gut in den Griff bekommen.
Auf den allerletzten Drücker gings in strömendem Regen dann zum Bahnhof wo ich schnell noch mein Ticket holte und in den Zug sprang. 5 Minuten später setzte der sich schon in Bewegung und brachte mich in etwa anderthalb Stunden zurück in meine Heimatstadt Leipzig.
Zu guter letzt nochmal zu der vorhins angesprochenen Sache mit dem Problem des Flirtens. Wer mich gut kennt, kennt auch die Geschichte vom Bassisten, in den ich mich an einem Abend, ohne ein Wort mit ihm zu wechseln, verschossen hatte. Und jetzt, anderthalb Jahre später, ist es wieder passiert. Diesmal hats keinen Musiker erwischt sondern den Techniker, der für Beleuchtung, Stromversorgung und Soundcheck verantwortlich war. Mein Gott, ich bin letzte Nacht seinetwegen tausend Tode gestorben. Er fiel mir nicht einmal 10 Minuten nach Betreten des Veranstaltungsorts auf. Da wusste ich noch nicht, das mein Blick die ganze Nacht an ihm kleben sollte. Als ich ihn dann im Verlauf des Abends immer wieder sah dachte ich mir “Mensch, den müssteste mal ansprechen können, so ne Chance kommt nie wieder”. Aber nein. Ich war zu feige. Es ist wirklich zu traurig, mir blieb nichts andres übrig, zu schauen und zu gucken und zu versuchen, Blickkontakt aufzubauen. Was ihn natürlich herzlich wenig dazu bewegt hat, mich mal anzusprechen. Das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert, würde Cheffe jetzt sagen. Julia meinte heute, als sie mich zum Bahnhof zurückfuhr, das ich anscheinend jedes Mal einen finde. Stimmt nicht ganz, aber irgendwie ist das ja auch total unfair. Immer diese wahnsinnig gutaussehenden Typen mit ihrem atemberaubenden Lächeln. Aber niemals kommt mal einer davon auf mich zu. Gut, es ist nicht die Schuld der Kerle, sondern meine, weil ich nie selbstbewusst genug bin, auf die mal hinzugehen. Nunja…lieber Geithainer Techniker, vielleicht klappts ja im nächsten Leben *seufz*.






















