Nachdem ich Anfang Juni auf den Leipziger Uniriesen fuhr (ich berichtete) und dort den Sonnenuntergang knipste, wurde es mal Zeit für einen nächtlichen Ausflug. Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen dort oben noch erträglich sind, entschied ich mich dazu.
Da ich mich gestern beim Fitnesstraining etwas übernommen habe, wurde ich heute von einem kräftigen Muskelkater geplagt, also musste ich meiner Freundin Ines, mit der ich heute eigentlich tanzen (!!) gehen wollte, absagen. Ich wollte eigentlich aufräumen, aber ich bin doch sehr unbeweglich heute. Im TV läuft auch nichts anständiges. Also was tun? Klar, die Knipse und das Stativ einpacken und ab in die Stadt, hoch auf den Uniriesen zur Aussichtsplattform. Ich war immer sehr gerne dort oben, aber was ich heute abend gesehen habe, ist unbeschreiblich schön gewesen. Ich habe Leipzig in der Nacht noch nie von oben gesehen, es ist sehr faszinierend.
Lange Rede, kurzer Sinn, hier die Bilder:
Nachdem ich die ganze Zeit versucht hatte, mit einem Typen oben auf der Plattform Blickkontakt aufzunehmen und der partout nicht drauf ansprang, verließ ich die Plattform nach ca. 2 Stunden, mich fröstelte es auch schon langsam. Ich wollte dann eigentlich nach Hause fahren, blieb dann aber doch wieder mal am Augustusplatz hängen, wo ein beleuchtetes blaues Herz stand, das ist ja mal was ganz neues (ich berichtete).
Dort kam auf einmal jemand auf mich zu, ich dachte, der läuft zuerst an mir vorbei, aber er beugte sich zu mir runter und fragte mich in etwas gebrochenem Deutsch, was ich denn da fotografie. Ich deutete auf die Frau, die vor besagtem blauen Herz herumposierte (nicht für mich, für die Freundin daneben, Foto ist oben) und dann auf das Ergebnis auf meinem Digicam-Monitor. Er war begeistert und wir unterhielten uns. Ich musste langsam, laut und deutlich sprechen. Er stellte sich als Matt(hew) vor, ursprünglich Kanadier und macht in Kiel Fremdsprachenkorrespondent. Ich fand ihn sehr nett, wir unterhielten uns über Fotografie und ob das mein Job ist und so weiter. Er fragte mich auch, ob das Foto für meine Webseite ist und ich druckste etwas rum. Natürlich erzählte ich davon, das ich zwar eine Webseite habe, diese aber nicht mehr aktualisiere und mein Weblog eigentlich nur noch mein Ein und Alles ist. Er fragte mich nach der Adresse und die schrieb ich auf meine Visitenkarte samt Handynummer. Verrückt, was?
Nunja, ich lasses gut sein für heute. Ich krieche gleich auf allen Vieren ins Bett.























