Monatsarchiv für Juni 2006
15.06.2006 um 16:31 Uhr · Veröffentlicht unter WM 2006
… und ich war mittendrin!!!
Was war das für ein grandioses Erlebnis, das werde ich ganz sicher niemals vergessen.
Wie ihr ja im vorhergehenden Blogartikel gelesen habt, hatte ich gestern Geburtstag. Aber zu hause sitzen und nichts tun? Quark! Wie gelegen kam mir da das WM-Spiel Deutschland gegen Polen, Anpfiff 21:00 Uhr abends. In Leipzig steigt als eines der WM-Städte in Deutschland natürlich eine riesen Party. Die größte davon ist das FIFA FAN FEST, auf dem Leipziger Augustusplatz.
Schon einige Tage vorher suchte ich HÄNDERINGEND nach einer Person, die mit mir mitkommt auf den Augustusplatz, um das Spiel zu sehen, mitten in den Menschenmassen. Die meisten haben abgesagt, weil keine Lust oder keine Zeit. Ich dachte, mein Kollege Peter wäre der letzter Rettungsanker gewesen. Doch als er am abend zuvor abgesagt hatte weil er ein wichtiges Volleyballspiel hat, weigerte ich mich zu glauben, das es das gewesen war. Mir fiel noch jemand ein: Mein alter Freund Kris, den ich damals 2002 im GIGA-Chat kennenlernte und wir uns erstmals August 2002 auf der Leipziger Games Convention trafen. Das letzte mal gesehen haben wir uns vor 3 Jahren, meinte Kris. Das kommt mir zwar arg zu lang vor, aber naja. Ich schuldete ihm außerdem noch ein Eis. Also simste ich ihn an und er sagte mir schon mit hoher Wahrscheinlichkeit zu. Und ich konnte mich ganz beruhigt schlafen legen.
Der nächste Morgen begann natürlich mit vielen Geburtstagsgrüßen per SMS und auch mein Kumpel Thomas rief an, um mir persönlich zu gratulieren. Naja, sofern man das Telefon als persönlich bezeichnen kann. Auch die Kollegen gratulierten mir fleißig, aber was ich eigentlich hauptsächlich im Kopf hatte war das WM-Spiel. Mit einer großen Fahne im Rucksack und ein Deutschland-Top zum Wechseln wartete ich eigentlich nur noch drauf, das die Uhr 17:00 Uhr schlägt und ich den Stift hinschmeißen kann.
Zum Nach Hause gehen war keine Zeit mehr. Ich traf mich 18:00 mit meinem Kumpel Kris in der Nähe des Augustusplatzes, überall waren schon viele spanische und ein paar wenige ukrainische Fans zu sehen. Wie mir berichtet wurde, hat Spanien gegen Ukraine 4:0 gespielt. Krass. Wir liefen erst ein bisschen rum, schauten mal kurz auf den Augustusplatz in den abgesperrten Bereich wo dann die Fans das Spiel verfolgen. Es war noch leer. Hm. Wären wir dann reingegangen, wären wir nicht mehr rausgekommen. rausgekommen schon, aber danach nicht wieder rein. Und da man am Eingang alle Getränke abgeben muss, haben wir uns gesagt “Ne, Danke, wir gehen später rein”. Nach ein bisschen “Rumsitzen-Und-Warten” und meinerseits “Scharfe-Spanier-mit-sexy-nacktem-Oberkörper-begaffen” entschieden wir, das ich mein versprechen bezüglich des Eisessens einlöse und sind dann mit kleinen Umwegen zur Eisbar Pinguin in der Nähe des Marktplatzes gegangen. War sogar draußen noch was frei. Wir bestellten uns Spaghettieis was überraschend schnell gebracht wurde und plauderten über alles mögliche. Danach gings wieder zurück zum Augustusplatz. Zwischendurch noch ein paar Fotos von Fans gemacht. Kris wollte unbedingt so eine Riesentröte haben, aber da er kein geld dabei hatte, hatte ich ein Herz für arme Fußballfans und kaufte ihm eine gottverdammte Tröte. Wir sind dann auch gleich rein, haben unsre Getränke abgegeben und uns noch eines von wenigen freien Bodensitzplätzen gesucht. Am Eingang wurde uns ein kleines Heftchen mit Schminke in die Hand gedrückt. Man muss mit angefeuchtetem Finger die farbe verreiben und dann auf der Haut auftragen. Hörte sich nach viel Rumgesabber und Dreckpfoten an. Und das war es auch. ich verpasste Kris zuerst die Flagge auf die Bagge und dann umgedreht, nach dem ich noch mehr Nachschub besorgt hatte. Das Spiel Saudi-Arabien gegen Tunesien haben wir uns noch zu Ende angesehen, schon überall deutsche Fans, die auch für Saudi-Arabien gejubelt haben. Das nenn ich klasse.

Gute Stimmung auf dem Augustusplatz |

Streng kontrollierte Durchgänge – aber jetzt gehts endlich hinein in die Menge! |

Kris’ Kriegsbemalung… |

…und meine! |
Es war nun grade mal kurz nach 19 Uhr, und man hatte beim Sitzen kaum mehr Beinfreiheit. Aber es war natürlich noch gar nix zu dem, was anderthalb Stunden später war. Als das Vorgängerspiel zu Ende war und sich die Moderatoren des Fan Festes, die wohl mehr Animateure und Motivatoren waren, zu Wort meldeten und den Countdown einleiteten, fingen die Leute plötzlich an, aufzustehen. Sicht gleich Null. Also mussten wir es unseren vorderen Nachbarn gleichtun. Teil des Countdowns war eine Art Gesangswettbewerb mit 5 Teams, 1 spanisches Team, der Rest aus Deutschland, größtenteils nur Sachsen. Es waren natürlich echte Dauerbrenner, die dort gesungen wurden: “54, 74, 90, 2006″ von den Sportfreunden Stiller, “Schwarz und Weiß” von Oliver Pocher, “We will rock you” von Queen, “Country Roads” von…ja…ich kenn nur die Version von Hermes House Band und “Three Lions” (??) von Lightning Seeds. Bombige Stimmung. Ich hab auch mitgegrölt. Naja, zumindest solange ich den text kannte. Danach wurde per Applausstärke bestimmt, wer gewonnen hat. Mein persönlicher Favorit, “Country Roads” hat gewonnen. Sehr schön. Dann kam noch ein Besucher. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Er wurde leider von einem Großteil der Menge ausgebuht. Wie peinlich, vor allem in der eignen Stadt. Was natürlich mit dazugehört, ist natürlich das kollektive Brüllen nach Aufforderung durch den Moderator. Der meinte, das alle anderen Fan Feste in DIESEM MOMENT nach Leipzig schauen, und er bat uns, mal ganz leise zu sein. Als die Verbindung angeblich stand, legte wir los. Ich wurde fast taub. Meiner Nachbarn von meinem Gebrüll aber bestimmt ebenso, hehe. Das ging dann die ganze Zeit so weiter, bis es endlich soweit war. T-Shirts und anderer Kram wurde auch verteilt, mit einer riesigen Schleuder. Eines davon direkt in meine Richtung. Fang ich es, fang ich es, fang ich es… Nein! Leider nicht. Kris hats gefangen,der Glückliche.
Kurz vor 21 Uhr. So lange drauf gewartet und dann war es endlich soweit. Zunächst wurde die Mannschaftsaufstellung auf der Riesen Leinwand gezeigt. Kollektives Gebrüll, lauter Jubel und hysterisches Kreischen bei Michael Ballacks Bild. Ich hab mitgekreischt. Ballack ist ja sowas von heiß. Dummerweise etwas zu alt, zu weit weg, zu vergeben und zu sehr ein Familienvater. Scheisse. Aber trotzdem heiß. Da kann man sagen was man will. Naja, der Lahm gefällt mir ja auch. Sieht meinem Ex-Schwarm nur leider viel zu ähnlich. Mag ich ihn vielleicht deshalb? Hm, ich weiß es nicht. Ich habe kaum was gesehen, aber als die Nationalhymne angestimmt wurde, war das nicht zu überhören. Da ich nicht den ganzen Text kenne (muss ich ändern bis zum nächsten Fan Fest auf das ich gehe), konnte ich nur die ersten paar Zeilen mitsingen. Wie emotional. Überall Gejubel, wohin man auch blickt und hört. Anpfiff. Die Stimmung wurde besser und besser. Dauernd waren Fanchöre zu hören “Woooo bleibt denn das eiiiins zu nulllllll” oder “hinein! hinein! hinein! hinein!”, sehr beliebt waren auch “Finaaaaaleeee, ohoooohooo” aber am meisten gehört habe ich wohl “Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!!”. Von der ersten Halbzeit habe ich gelinde gesagt recht wenig mitbekommen, denn mir wurde die Sicht von einfach zu vielen zu großen Menschen versperrt. Ich hätt sooo kotzen können sag ich euch. Als dann endlich die Halbzeitpause war (immernoch 0:0) und viele ihre Plätze wechselten oder mal aufs Klo wollten von dem vielen Bier was gekippt wurde, sind Kris und ich weiter vorgeprescht und haben uns bessere Plätze gesucht. Es waren zwar keine erhöhten Plätze oder sogar luxuriöse Sitzplätze (wem war schon bei diesem Spiel zum Sitzen zumute…) aber es waren keine großen Köppe vor mir und ich hatte gute Sicht für den Rest des Spiels.

Endlich zweite Halbzeit. Sämtliche Gliedmaßen schmerzten vom vielen Stehen, aber was tut man nicht alles mit stolzem Patriotismus. Nur nicht aufgeben. Es war einfach nicht zu glauben, wie spannend dieses Spiel war, es lässt sich nicht in Worte fassen. Unsere Jungs hatten eine Chance nach der anderen, haben diese aber entweder selbst verbaut oder konnten sie nicht richtig nutzen. Die Polen sind ja so hinterhältig. Alle paar Sekunden ist jemand gestürzt hatte man das Gefühl. Die allertraurigste Szene der zweiten Halbzeit war meiner Meinung nach die Szene, in der 2 Mal hintereinander von Miroslav Klose und Michael Ballack die Latte getroffen wurde. Dann hat man den Ball zwar doch noch ins Tor bekommen, aber der dumme spanische Schiri mit den spanischen Tomaten auf den Augen hat bereits abgepfiffen. Ungültig. Scheisse. Im Dortmunder Stadion schaute sich unsere Bundeskanzlerein Angela “Angie” Merkel das Spiel an. Hat sich schon gefreut als der Ball reinging, ihr musst aber erst gesagt werden, das es ungültig ist. An das genaue Spiel kann ich mich kaum noch erinnern. In der Zwischenzeit habe ich fleißig Videos gedreht von den Anfeuerungsschreien der vielen Deutschland-Fans auf dem Platz. Das hätte ich aber lieber nicht machen sollen. Denn mir wurde dann leider klar, das meine Speicherkarte voll war. Scheisse. 1 GB voll. Aber trotzdem. Ich habe weiter das Spiel verfolgt, habe aber trotzdem nicht alles so gut mitbekommen. Ich war eher fixiert auf die kollektive Wahnsinnsstimmung, die immer mehr brodelte. Ungefähr 15 Minuten vor Schluss wurden alle mehr als nervös. Aber das polnische Tor war wie zugenagelt, so ein Mist aber auch. Klinsmanns Gesichtsausdruck versteinerte auch zusehendst, was man ihm ja nicht verdenken kann. 90. Minute, noch ein wenig Nachspielzeit. Mittlerweile hat Klinsi, Trainer der Nation, den kleinen Kampfzwerg Oliver Neuville (für Lukas Podolski) und das Laufwunder David Odonkor (für Arne Friedrich) eingewechselt – und erwies sich damit als Trainer mit dem goldenen Wechselhemdchen. Fällt noch ein Tor? In der 90. Minute glaubte ich nicht mehr dran, aber ich hab ja auch nicht mitbekommen, wie lange die Nachspielzeit ist. In der 91. Minute (oder?) passierte es dann: Flanke von Odonkor, Neuville direkt von vorne Richtung Tor, und das Ding ist drin. Die Erde bebte. Alles jubelt und schreit. Es war unbeschreiblich. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Ich habe noch so halb mitbekommen, wie ein selbstverständlich hocherfreuter Michael Ballack auf Neuville draufgesprungen ist und Klinsi auf der Trainerbank ausflippte, aber danach war alles, was ich noch sehen konnte, klatschende Hände, wehende Deutschlandflaggen, lachende und begeisterte Gesichter, Menschen die sich in den Armen liegen. Das ist etwas, was man seinen Lebtag nie wieder vergisst. Davon werde ich noch meinen Enkelkindern erzählen. Auch ich umarmte sofort den kris neben mir und sprang in die Luft, brüllte und jubelte was das Zeug hält. Uns hat man bestimmt noch in Dortmund gehört, so laut waren wir. Und meine Speicherkarte der Digitalkamera war voll bevor dieses Wahnsinnstor fiel. Ist das nicht ungerecht? Was für ein Pech. Die Stimmung beim Tor konnte ich daher nicht einfangen. Ich könnte mir so in den Arsch beißen. Ich muss mir noch eine Speicherkarte holen glaube ich, Kris meinte vor dem Spiel das die mittlerweile supergünstig geworden sind. Ein paar Minütchen blieben wir noch dort stehen, jubelten in Richtung Leinwand. Wir entschieden dann aber doch, das es Zeit ist zu gehen. Wir drängelten uns raus, überall Gebrüll in mein an dem Abend sehr geschädigtes Ohr. Aber was solls, das war ein superspannendes Spiel mit fantastischem Ausgang, Bombenstimmung, was will man mehr.






Wir liefen dann zum Hauptbahnhof wo sich Kris’ und meine Wege trennten. Ich hüpfte in die 4, wo die Party dann heiter weiter ging und machte mich auf den Weg nach Hause. Immerhin musste ich ja heute wieder arbeiten. Auf dem Heimweg bin ich nochmal an der Packstation vorbei, denn ich bekam am Nachmittag eine Meldung, das ich ein Paket bekommen habe. Das war von Steffi, wie sich dann rausstellte. Wieder daheim telefonierte ich erst einmal mit Mama und meinem Kumpel Alex und landete dann etwa halb 1 im Bett. Total erledigt, aber schon sehr lange nicht mehr so glücklich und zufrieden gewesen….wenn man von den Schmerzen in Beinen und Rücken mal absieht. Egal. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich in der Nacht geträumt habe, aber ich habe den Tag bestimmt noch einmal Revue passieren lassen.


Das war es nun also, das WM-Spiel Deutschland gegen Polen, mit einem Ergebnis von 1:0 für Deutschland durch einen Treffer in der 91. Minute durch Oliver Neuville.
15.06.2006 um 15:56 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Eigentlich kommt dieser Eintrag gute 24 Stunden zu spät, aber was solls. Ich hatte gestern Geburtstag und wurde 20 Jahre alt. Verdammt. Schon so verdammt alt. Argh. Naja, was solls.
Hier erst einmal alle Geburtstagsglückwünsche. An dieser Stelle ein riesen Danke an alle, die an mich gedacht haben. Ich habe mich sehr gefreut über eure Mails, SMS, Private Nachrichten und Briefe!
Herzlichen Glückwunsch!
herzlichen Glückwunsch zum 21. Geburtstag und alles gute
Private Nachricht von theguy vom 14.06.2006 00:40, Forum New Springfield
Happy Birhtday
Alles Gute zum Geburtstag!
Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen bis auf einen, damit du immer etwas hast, was du anstreben kannst!
Liebe Grüße
Cargochen
Private Nachricht von CargoOfDarkness vom 14.06.2006 09:06, Forum New Springfield
3, 2, 1, … und wieder ein Jahr vorbei
“Alle Jahre wieder, tralala…” ich lasse es mal lieber mit dem Singen und gratuliere dir zum Geburtstag.
Auch dieses Jahr alles Gute, Erfolg, Gesundheit und viel Glück. Ich hoffe, dass jeder Tag deines kommenden Lebensjahres das mit sich bringt, was du dir erhoffst!
Viel Vergnügen im heutigen Tag und viel Spaß mit deinen neuen Geschenken.
Homies
Private Nachricht von Homies , Forum New Springfield
Hallo Ute!
Dieses Jahr vergesse ich es garantiert nicht – leider habe ich kein Comic
oder ähnliches, aber zur Feier des Tages habe ich nach langem mal wieder ein
Grab-Pic erstellt. Ich wünsche Dir alles Gute zu Deinem 20. Geburtstag;
feier schön und drücke die Daumen, daß Deutschland auch sein zweites
WM-Spiel gewinnt. ;-)
Viele Grüße,
Andreas
E-Mail von Andreas, einem Forenbekannten
Moin Ute und alles Gute zum Geburtstag! habs von Thomas erfahren. Bin grade am Aufstehen in Ohrdruff, Thüringen, TrübPI! Ciao, Alex
SMS vom ehemaligen Mitschüler und Kumpel Alex
Auch wenn Du gestern nicht online warst, wünsche ich Dir einen wunderschönen Geburtstag, so wie Du ihn Dir wünschst. Alles Liebe und einen guten Start ins neue Lebensjahr. Hab Dich lieb, Steffi
SMS von meiner besten Freundin Steffi aus Dortmund
Hi Süße, ich wünsche dir alles alles gute zu deinem geburtstag, viel gesundheit und freude im leben. bist jetzt alt wa? hdl julietta
SMS meiner ehemaligen Mitschülerin und sehr guten Freundin Julia aus Zwickau
Alles gute zum geburtstag. alles liebe wünschen dir liebe Ute, Marcel, Isabelle und Ines
SMS meiner sehr guten Freundin und Fitnesskumpanin Ines
Hallo Geburtstagskind. Alles Gute zum 20. Geburtstag senden Dir Sybille und Dieter
SMS von meinem Onkel Dieter und Tante Sybille aus Jonsdorf, am deutsch-polnisch-tschechischen Ländereck
Hey uti, alles liebe und gute nachträglich zum geburtstag. viel glück, gesundheit und was du dir sonst so wünschst. wünscht dir und noch viel viel mehr die katja.
SMS von meiner guten Freundin und ehemaligen Mitschülerin Katja
Liebes Geburtstagskind,
Schon wieder ist ein Jahr um und Du hast Geburtstag. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Nunja, wir wollen ja jetzt hier nicht sentimental werden. Jetzt geht’s knallhart zur Sache. Du hast Geburtstag. Und Du möchtest bestimmt ein Geschenk haben. Ich hab hier auch eins für Dich. Es war zwar nicht so schwer zu besorgen, wie der Facehugger, aber ich hoffe natürlich, dass Du Dich trotzdem freust. Normalerweise bin ich ja nicht so einfallslos, aber dieses mal war es einfach nicht anders darzustellen.
Auch wenn’s zwischen uns in der letzten Zeit nicht so gut gelaufen ist und mir das auch sehr Leid tut, würde ich mich freuen, wenn Du das Geschenk mit Freude annimmst und Spass daran hast.
Nun, ich bin ja kein großer Redner und will Dich auch nicht weiter vom aufreißen abhalten. Deshalb wünsche ich Dir einfach weiterhin einen schönen Geburtstag und noch viele weitere, schöne Geschenke.
Hab Dich lieb,
Steffi
PS : Nein, ich habe meine Androhung von letztem Jahr nicht vergessen. Ab jetzt heisst Du bei mir offiziell “Oma”. :-P
Brief von meiner besten Freundin Steffi aus Dortmund, lag in dem Päckchen mit drin, welches ich von ihr bekommen habe, siehe unten.
Und hier, mal ganz knallhart meine Geschenke:
Von der besten Freundin gabs die Collector Box von dem Anime-Film “Die letzten Glühwürmchen” mit DVD, 2 Sammelkarten, Buch und Fotobooklet. War bestimmt nicht billig. Danke Steffi, du bist die beste!

Von meiner Mama gabs diverse neue Klamotten, und ein Sektglas mit der Aufschrift “20″. Ich habe schon so eins mit einer “18″ drauf. Drin steckten auch noch 50 Euro.

Von meinem Internetbekannten Andreas gabs ein selbsterstelltes Grabpic. Echt niedlich. Danke Andreas!

Außerdem habe ich von meinen Kollegen ein tolles Simpsons-Poster geschenkt bekommen. Echt geil! Danke Leute!
Aber das allerbeste Geschenk – und das ist jetzt nicht persönlich gemeint Steffi, dein Geschenk ist echt toll – das allerbeste Geschenk, hat mir ein kleiner Mann namens Oliver Neuville gemacht. Siehe dazu dem Blogeintrag direkt darüber ;) Wer hier schon mit weißer Schrift entdeckt hat, dass dies ein Spoiler ist, der sollte lieber seine Klappe halten ;)
Okay, das wars für heute. Dann bis zum nächsten Jahr, wenn ich 21 werde. Steinalt. Heul. :’(
04.06.2006 um 16:28 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Und wieder gibt es einen Beitrag zu meiner Artikel-Reihe FLASHBACKS, Erlebnisse, die schon so und so viele Wochen, Monate oder Jahre zurückliegen und über die ich erst zu einem bestimmten “Jubiläum” berichte.
Heute möchte ich von dem berichten, was heute vor genau einem Jahr passiert ist.
Es war die Zeit der großen Prüfungsvorbereitung, das letzte Wochenende vor der wichtigsten Prüfungswoche der 2-jährigen Ausbildung zur Multimedia-Assistentin an der Leipziger-Gutenbergschule. Ich war die letzten Wochen nur mit Lernen beschäftigt, keine Freunde treffen, kein Langeweile-Shopping, nichts, nur LERNEN LERNEN UND LERNEN. 3 Prüfungen sollten geschrieben werden: Medientechnik (die gefürchtetste Prüfung) am Montag, Datenbanken am Mittwoch und Geschäftsprozesse am Freitag. Und dementsprechend groß war auch meine Panik. Ganz besonders viel Angst hatte ich vor Medientechnik. Ich hatte während der ganzen 2 Jahre nur selten bessere Noten als eine 3 gehabt und ich ging mit einem Durchschnitt von 2,5 in die schriftliche Prüfung. Der Druck, das ich mindestens eine 2 reissen muss um eine 2 auf dem Zeugnis zu bekommen war zusehendst groß. Und da auch die Prüfungsvorbereitungen fürs Fach Geschäftsprozesse (Rechnungswesen und co.) nicht besonders zufriedenstellend gelaufen sind, hatte ich auch da kein besonders gutes Gefühl. Und das hat mich verrückt gemacht.
Umso froher war ich, als mich meine gute Freundin und damalige Mitschülerin Julia einlud zu einem Auftritt Ihrer Johnny-Cash-Coverband BANDANA, die ausnahmsweise mal in leipzig auftreten, da sich ihr Auftrittsgebiet eher auf den Raum Zwickau bis Chemnitz erstreckt. Ich bin also hin (hab mir nen Wolf gelaufen aber egal) und gesellte mich zu der Band, die aufgeweckte und laute Gespräche führte. Es wurde schöne Musik zum Tanzen aus den 50ern und 60ern gespielt, in der Form das erste Mal das ich sowas in einem Club gesehen habe und Leute vor meinen Augen dazu getanzt haben. Ich kenne so etwas nur aus dem Fernsehen und dem Internet. Julia erzählte mir schon seit einiger Zeit, das ich unbedingt mal mit zu einem Auftritt muss, und da war dieses Wochenende vor den prüfungen ideal. Das richtige, um nochmal ein bisschen Spaß zu haben, ich hätte mich sonst verrückt gemacht. Mit Julia wegzugehen war das beste was ich an dem Wochenende hätte tun können, dazu aber später.
Die Band legte dann ungefähr 1 oder anderthalb Stunden später los, mit Verspätung zur angekündigten Uhrzeit. Julia meinte, das wäre normal. Und auch die nächsten paar Auftritte waren eine prima Gelegenheit, diese Behauptung zu untermauern. Die Band gefiel mir richtig gut, ich hätte nicht gedacht, das mir Johnny Cash gefallen könnte. Dazu tanzen konnte ich natürlich nicht, aber ich amüsierte mich. Wenn mein etwas finsteres Gesicht an dem Abend allerdings nicht sehr viel davon preisgab. Aber ich konnte halt nicht so einfach aufhören, über die bevorstehenden Prüfungen nachzudenken.
Doch in der Pause konnte ich dann auf einmal ganz plötzlich aufhören darüber nachzudenken. Denn in der fast einstündigen Pause hat mich der Blitz aus heiterem Himmel getroffen. Doch, so etwas gibt es. Und wer war daran Schuld? Der Kontrabassist der Band, Mathias alias Mathi. Er gefiel mir sehr sehr gut an dem Abend. Und wie das nun mal so ist bei mir, ich bin total schüchtern, trau mich nicht mit ihm zu plaudern und gucke nur ein paar Mal ganz “unauffällig” rüber. Gott, cih war ja so unbeholfen. Er hat aber auch keine Anstalten gemacht. Er saß einfach nur neben mir und hat sich gelangweiligt, mich nicht eines Blickes gewürdigt. Das war hart. Aber ich war total von den Socken, trotzdem. Die Band zog den zweiten Teil des Auftritts dann durch, wann der Auftritt allerdings genau zu Ende war, oder wann ich zu Hause war, weiß ich alles nicht mehr. Alles, was mir im Gedächtnis geblieben war, war dieser verdammt gutaussehende Bursch’.
Ohne die Chance zu bekommen, ihm wenigstens auf Wiedersehen zu sagen fuhren mich Julia und ihr mittlerweile Verlobter Frank nach Hause, bzw. fuhren sie zu sich nach Hause und lief das letzte kleine Stück. Wenn ich auch wie in Trance war, ich schlief wie ein Baby und musste mich sehr zwingen, wieder an meine Prüfungen zu denken. Am Sonntag, keine 24 Stunden mehr vor der “Selbstzerstörung”, wie es unser Medientechnik-Lehrer nannte, funktionierte bei mir im Hinblick aufs Lernen gar nichts mehr. Ich schrieb Julia eine SMS, deren Inhalt in etwa der folgende war: “Noch nicht einmal mehr 24 Stunden bis zur großen Angst und ich kommt nicht zum Lernen. Und euer verdammter Bassist ist dran Schuld. Danke für den tollen Abend”. Als Antwort kam – “etwas” überraschend: “Lass die Finger von Ihm, er ist nichts für dich. Aber für den Fall der Fälle, hier seine Handy-Nr.: 01xx…” Argh. Das musste ja sein. Ich habe niemals angerufen oder eine SMS geschrieben. Seine Nummer habe ich allerdings immernoch drin. Sollte ich die vielleicht mal löschen?
Die Woche danach verlief bei mir wie erwartet sehr nervös und nervenaufreibend. Die erste Prüfung am Montag, Medientechnik, lief aber glücklicherweise besser als ich erwartet hatte. Ich hatte ein verdammt gutes Gefühl, was allerdings keiner aus meiner Klasse wirklich teilen konnte. Ich kam wieder nach Hause und klemmte mich sofort hinter die Hefter, allerletzte Vorbereitungen für die Datenbanken-Prüfung am Mittwoch zu treffen hatte oberste Priorität. Auch Datenbanken lief gut, aber am Freitag die Geschäftsprozesse-Prüfung, da hatte ich kein gutes Gefühl. Zu sagen, das die Prüfungen alles gewesen wäre, worüber ich in dieser Woche nachgedacht habe, wäre heuchlerisch.
Einige Zeit später war ich bei Julia und Frank das erste mal zu Besuch im sächsischen Lichtenstein. Immernoch in der Hoffnung, irgendwie durch meine Julia an ihn ranzukommen, versuchte ich, sie über ihn auszuquetschen – mit ernüchterndem Ergebnis. Sie meinte, das ich ernsthaft die Finger von ihm lassen sollte. Auch Frank war dieser Meinung. Weiter möchte ich das, was die beiden gesagt haben, nicht ausführen. Wenn das jemand von BANDANA liest, es muss nichtmal der Mathi sein, dann bin nicht nur ich geliefert sondern vor allem Julia und Frank. Also belassen wir das dabei.
Schwerenherzens musste ich also loslassen. Er wäre eh zu jung für mich gewesen. Er war damals 16 gewesen. Ich 18, bald 19. Das wäre nix geworden. Davon mal ganz abgesehen, das es wieder ne Fernbeziehung gewesen wäre – und von denen wollte ich ja _eigentlich_ keine mehr haben. Nunja, ein Jahr später denke ich manchmal zwar noch an ihn, aber das Bedürfnis ihn wieder zu sehen hatte ich nicht mehr. Nunja,das ging natürlich nicht so schnell, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen. Vielleicht gibt es am 23. Juli nochmal ein Flashback ;)
Achja, um nochmal kurz auf die Prüfungen zurück zu kommen: Ich habe in Medientechnik eine 2 geschrieben, die 2 auf dem Zeugnis war also gerettet. Ich bin doch nicht so dumm, das habe ich nicht nur mir sondern auch allen anderen bewiesen. Datenbanken wurde eine 1, womit ich nie gerechnet hätte und Geschäftsprozesse nur eine 3. Da allerdings in der Konferenz des Prüfungsausschusses kein Wort darüber verloren wurde, das ich in keinem anderen Fach durch die Prüfungen auf Kippe stehe, wurde bei mir auf jegliche mündliche Prüfung verzichtet. Als Vornote in Geschäftsprozesse hatte ich nämlich eine 2, und eine 3 in der Prüfung macht 2,5, in solchen Fällen wird eine mündliche Prüfung vorgeschlagen oder man nimmt gleich die schlechtere Note. Nunja, ich hab echt Schwein gehabt. Achja, an dem Montag danach gabs noch ne Prüfung, die in Multimedia-Anwendungen: In 8 Zeitstunden ne Webseite über ein Yoga-Center gemacht, Inhalte vorgegeben. War auch ne 1. Sehr gut. Vor allem weil ich immer aussätzig geworden bin wenn ich in dem fach ne schlechte Note bekam. Da wurd ich richtig bösartig, alte Mitschüler wissen das bestimmt noch..nicht wahr, Matthias? *grins* ;)
Eine Sache wäre vielleicht noch erwähnenswert. In der Nacht vom 3. Juni auf den 4. Juni, also die Nacht vor “der Nacht”, bekam ich eine SMS von einer mir nicht bekannten Handynummer. Es stand drin: “Ich liebe dich, für immer! Dein heimlicher Verehrer.” Und wie reagiert man da im ersten Moment? Richtig: Mit einem gepflegten “HUH?!?”. Ich schrieb zurück, ob derjenige evtl. die falsche Telefonnummer eingetippt hat oder ob das einfach nur ein Scherz sei, denn wenn das ein Scherz sei, wäre er nicht besonders lustig. Er schrieb zurück, das es die richtige Telefonnummer und ganz sicher kein Scherz sei. Ich schrieb zurück, wer er denn sei, jemand den ich kenne und ich hörte nie wieder was von ihm. Die SMS habe ich aber immernoch. Ich habe niemals versucht, die Nummer anzurufen, oder habe auch nie eine SMS geschrieben nach dieser Nacht. Obwohl ich zugeben muss, es wäre interessant zu wissen, wer dahinter steckt. Vielleicht sollt ich mal jemanden von meinen Freunden dazu auffordern dort mal anzurufen und so zu tun als hätte man sich wohl verwählt. Schon irre. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines fiesen Scherzes größer ist als ich das wahrhaben will, so fühl ich mich doch geschmeichelt. Ach, so ein Quatsch aber auch.
Zum Schluss noch ein paar Bilder des Abends:

Julia und ihr Verlobter Frank. Die beiden wissen, wie gern ich sie mag und freue mich auf ihre Hochzeit im September.
Autogrammkarte mit allen Unterschriften.
So, genug gelabert für heute.
Mein Gott, war ich wieder mitteilungsbedürftig.
Dann bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt “Flashback – Vor x Monaten/Jahren/Wochen passierte das und das und deswegen muss ich euch jetzt zu Tode texten”. Die Wahrscheinlichkeit, das ich mehr als 5 Blog-Leser habe, sehe ich sowieso nicht.
Also. Tschaui!
03.06.2006 um 00:05 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein
Ich war heute abend wieder mit meiner Kamera unterwegs. Da meine Freundin Ines keine Zeit hatte und zudem nicht schwindelfrei ist, habe ich mir Kamera und Fahrradhelm geschnappt und bin in die Leipziger Innenstadt gefahren. Dort am Uniriesen habe ich mein Fahrrad abgestellt, angeschlossen und bin die 29 Etagen mit dem Fahrstuhl hochgefahren. Es dauerte ungefähr 1 bis anderthalb Stunden bis der Sonnenuntergang endlich einsetzte. Hätt ich das gewusst, wär ich später losgefahren. Nunja, also hab ich meine Fotos gemacht. Und da es für romantische Sonnenuntergangsfotos noch zu früh war, hab ich derweil meine Lieblingsfotos gemacht: Panorama-Fotos. Ich steh auf diese breiten Bilder.
Folgende Bilder sind dabei entstanden, nicht alle perfekt, aber können sich durchaus sehen lassen:
MM-Hochhaus und Hauptbahnhof, Blick Richtung Nord-Ost
Neues Rathaus, Blick Richtung Westen – Nordwesten
Bayrischer Bahnhof (mit verschobenen “Portikus”), Neues Rathaus, Blick Richtung Süden
Und schließlich der schöne Sonnenuntergang im…Na?…Richtig!..Westen!
Noch einmal der Sonnenuntergang
Bis zur nächsten Fototour! Nächstes Mal vielleicht bei Nacht. Wie gut, das der Uniriese bis Mitternacht offen hat ;)
Weiterführende Links:
Webseite der Aussichtsplattform, bzw. des dazugehörigen Restaurants
Bayerischer Bahnhof Leipzig, natürlicher Lebensraum des “Portikus”
01.06.2006 um 22:33 Uhr · Veröffentlicht unter Allgemein

Ich fass es gar nicht, das es heute nur noch 1 Monat bis zum heiß ersehnten Auftritt von Robbie Williams im Dresdner Ostragehege. Mir kommt es so vor, als wäre es erst gestern gewesen, das ich an jenem 19. November meine beiden Tickets für die Intensive Care Tour gesichert habe, ich hatte auch davon berichtet. Damals waren fast 7 Monate noch eine lange Zeit. Das ist jetzt ein halbes Jahr her… Und heute in genau einem Monat ist es schon so weit. Ich bin total aufgeregt. Ich habe Robbie noch nie live gesehen..nun, eigentlich habe ich noch nie jemanden live gesehen, Robbie wird mein erstes Konzert. Das kann ja was werden. Mitnehmen tu ich meinen guten Freund Alex aus Hamburg, der mich extra für das Konzert hier besuchen kommt, wir brechen dann gemeinsam nach Dresden auf und werden höchstwahrscheinlich dann auch dort übernachten müssen. Einlass ist um 16 Uhr Nachmittags, los geht es jedoch erst um 18:30. Bis das Konzert anfängt, werde ich froh sein, Sitzplätze zu haben, danach nicht mehr. Robbie wird sooo weit weg sein ;’(
Nun, ich zähle die Tage. Und bis dahin heißt es fleißig die Platten Intensive Care und Greatest Hits rauf und runter spielen, damit ich alte Songs wie Angels und Feel sowie auch neue Songs wie meine Favoriten Ghosts, Advertising Space, Make Me Pure und Spread Your Wings aus voller Lungenkraft mitgröhlen kann. Warum? Ich liebe an Robbie’s Konzerten am meisten die Passagen, in denen er die Fans singen lässt. :D
Robbie, in einem Monat… Ich kanns kaum abwarten!
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